Triargh! Freud & Leid des Veranstaltens in der Moselstadt
Klar ist: Wir sind underground. Mit Drum&Bass und den anderen Stilen, die wir unters Volk bringen wollen wird – von einer Handvoll Metropolen abgesehen – nirgendwo eine wirklich große Masse erreicht. Deshalb wird auch niemand damit reich. D&B-Parties zu machen ist purer Idealismus. Auch wenn man vorangegangene, gleichzeitige und nachfolgende Veranstaltungen, Liquidität der Partypeople je nach Terminlage im Monat, Promotion (Plakate, Flyer, Website, Emailverteiler, Presse …), Ferienzeiten, Wetter, Mondphasen und was nicht alles in die Planung einer Party einbezieht, ist es jedesmal wieder spannend, wieviele Menschen man schlußendlich erreicht.
Kritik, Beschwerden und Gemecker von Partygängern hört man durchaus. Manches ist berechtigt, vieles nicht. Oft geht´s um Locations. Sound, Licht, Ambiente oder den Eintrittspreis. Wie in jeder Stadt ist es ein Problem, Örtlichkeiten für Parties zu finden. Bei aller berechtigten Kritik sind wir froh, dass es Exhaus und Palais / produktion gibt. Auch wenn wir hier gerne so etwas schickes, wie den millionenschweren Frankfurter Cocoon Club hätten, den wir am besten kostenfrei für Veranstaltungen benutzen können.
Apropos Kosten: Amüsant, ist dass Leute vermuten, man könnte davon leben, Parties in unserer Größenordnung zu veranstalten. Darin schwingt immer ein leiser Vorwurf mit, man würde das was man tut, für Geld machen. Selbiges gilt für Menschen, die 5 € Eintritt als zu hoch ansehen. Aufgepasst: De facto verdienen wir so gut wie nichts an der Ausrichtung unserer Parties. 1-Euro-Jobber und Praktikanten bitte hierher! Böse Zungen behaupten, unsere Benefiz-Aktion zeige, dass wir ja gut an den bisherigen Parties verdient haben müssen. Wie zynisch muss man eigentlich sein?
2 Kommentare bisher
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19. Januar 2006 um 18:57 Uhr
La Fuchs sagt,
schöner text. deckt sich mit meinem empfinden… ich kann dieses “in trier ist nix los” einfach nicht mehr hören. es gab in den letzten jahren zu hauf spannende konzepte und gute partys (man ziehe nur mal einen vergleich mit “metropolen” gleicher größe)… die dann bei zuschauerzahlen von 20-50 krepiert sind. natürlich kann man jetzt den ganz großen bogen von abnehmende finanzkraft des zielpublikums über mangelnde wertigkeit von subkultur bis hin zu verändertem weggehverhalten durch straffung der studiengänge schlagen, aber das lieber in aller ausführlichkeit bei einem vodka-booster
20. Januar 2006 um 15:10 Uhr
myom sagt,
danke! gut, dass man in blogs auch nicht druckreif dilletieren darf
wollte nur mal schnell ein paar dinge loswerden, weil wirklich viele leute mit falschen vorstellungen über kleinveranstalter wie uns rumlaufen (no offense).