Triargh! Freud & Leid des Veranstaltens in der Moselstadt
Wir sind ja nur ein verhältnissmäßig kleines Licht und können im Windschatten des allgemeinen Treibens unser Ding machen. Gerade in 2005 kamen diverse externe Veranstalter nach Trier, die mit kommerziellen Partykonzepten versuchen schnelle €€€ zu machen. Dass diese meist in die Hose gingen liegt daran, dass es ohne Wurzeln in der Stadt, ohne ein Netzwerk sehr schwierig ist. Ein guter Ruf und Mundpropaganda sind effektiver als 1000 Plakate. Das unsere Parties nach 5 Jahren immer noch funktionieren, verdanken wir auch all denjenigen die seit Jahren regelmässig unsere Parties besuchen, sowie den aufgeschlossenen Multiplikatoren bei den hiesigen Presseorganen, die für Formate außerhalb des Mainstreams ein offenes Ohr haben.
Wir haben mit dem Party-Machen begonnen, weil wir die Musik, die wir lieben, hier nie zu hören bekamen. Da wir in unseren Hörgewohnheiten nicht bei Drum&Bass stehen geblieben sind, entstanden auch Partyreihen wie die Misch AG, Dub Break Terror oder nun in 2005 Have a Break. Unsere Day-Jobs binden uns noch eine Weile an Trier, aber ob wir das noch lange weitertreiben liegt an vielem. Solange eine gewisse Masse an Menschen bei uns ungezwungen abfeiern und am Tag danach mit einem Lächeln auf dem Gesicht ihre von Muskelkater geplagten Waden massieren, werden wir wohl weitermachen.
“Biiiiiiiiiiiiiiiiiiig up, Trier Massive!”, wie man als Junglist so sagt.
2 Kommentare bisher
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19. Januar 2006 um 18:57 Uhr
La Fuchs sagt,
schöner text. deckt sich mit meinem empfinden… ich kann dieses “in trier ist nix los” einfach nicht mehr hören. es gab in den letzten jahren zu hauf spannende konzepte und gute partys (man ziehe nur mal einen vergleich mit “metropolen” gleicher größe)… die dann bei zuschauerzahlen von 20-50 krepiert sind. natürlich kann man jetzt den ganz großen bogen von abnehmende finanzkraft des zielpublikums über mangelnde wertigkeit von subkultur bis hin zu verändertem weggehverhalten durch straffung der studiengänge schlagen, aber das lieber in aller ausführlichkeit bei einem vodka-booster
20. Januar 2006 um 15:10 Uhr
myom sagt,
danke! gut, dass man in blogs auch nicht druckreif dilletieren darf
wollte nur mal schnell ein paar dinge loswerden, weil wirklich viele leute mit falschen vorstellungen über kleinveranstalter wie uns rumlaufen (no offense).