Wartungsarbeiten – Site offline

Ich wechsle in Kürze mit dem gesamten Webauftritt auf einen anderen Server bei meinem Hoster. Keine Bange – danach funktioniert alles wieder genau wie vorher.

Mit dem Wechsel sind natürlich einige Verbesserungen verbunden: Das Mix-Archiv geht in wenigen Tagen in größerer Vollständigkeit online. Wegen Platzmangels musste ich ja immer wieder ein paar ältere Perlen offline nehmen. Das sollte in Zukunft kein Problem mehr darstellen. Außerdem: In 2-3 Wochen (inch´allah) gibt es ein komplettes Redesign von mjusic.de und kurz darauf auch von tempo90.de

Danke für euer Verständnis!

Edit: Und da sind wir schon, das ging ja fix.

23. August 2008 | blablablub | Tags: keine | Kommentar schreiben »

… noch da!

Aktuell ist´s hier etwas ruhiger, was noch nicht am Urlaub, sondern an verdammt viel Arbeit liegt. Eigentlich wollte ich noch einen kleinen Rückblick auf die letzten Parties schreiben – von People´s Music Choice, den beiden KlangArten, meinem Fehlen im Exhaus bis zu unserer Testfahrt im Deep – aber leider geht zur Zeit gar nix. Schade, denn Berichtenswertes gäbe es genug. Aber bei munitionen durfte man sich weiterhin an kleinen Texten von mir erfreuen, ist ja auch mal was.

Aber keene Angst, mene Herrn: Im September geht es weiter mit einem kompletten Redesign von mjusic.de (endlich endlich), allerhand Musik- und Partygedöns und einer wirklich äußerst durcheinandergewirbelten Clublandschaft in Trier.

28. Juli 2008 | blablablub | Tags: keine | Kommentar schreiben »

Munitionslieferung

Hier mal noch ein paar Links zu einigen meiner musikbezogenen Beiträge für munitionen.de aus den vergangen Wochen:

22. April 2008 | blablablub |

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tempo90 fällt aus – Interview bei hunderttausend

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Hier ein Interview bei hunderttausend.de zur Absage unserer Jubiläumsparty und der Schliessung des Down Under.

13. März 2008 | blablablub |

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Down Under geschlossen – alle Parties abgesagt

Großartig! Am gestrigen Abend erreichte mich die Nachricht, dass das D.U. ab sofort geschlossen ist. Offensichtlich wurde eine einstweilige Verfügung erlassen, da keine gültige Konzession für den Clubbetrieb vorliegt.

D.h. unsere Geburtstagsparty kommende Woche wird ausfallen. Eine Ersatzlocation aufzutreiben scheint auf die Schnelle nicht möglich, insb. da sich 2/3 von t90 nicht in Trier befinden.

Ich schreibe das hier aus einem Internetcafé in Wien. Die ganze Aktion ist total frustrierend. Wir und viele andere haben einiges an Engagement in den Laden gesteckt und stehen nun ohne eigenes Verschulden vor einem Haufen Scherben und locker 1000€ Kosten, die bereits in die Vorbereitung allein unserer Parties geflossen sind. In den vielen Jahren Veranstalter-Aktivitäten habe ich ja schon vieles erlebt und mitgekriegt, aber das ist echt die Krone.

tempo90 ist also heimatlos. Ob, wann und wie wir weitermachen steht noch in den Sternen. Im Moment hab ich vom Party-Biz gehörig die Schnauze voll.

Update 13.3.: Interview bei hunderttausend.de

8. März 2008 | blablablub |

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Grooverider: 4 Jahre Gefängnis in Dubai

grooverider1.jpgFür Besitz und Einfuhr von 2.16 Gramm Marihuana wurde Raymond Bingham aka DJ Grooverider vorgestern von einem Gericht in Dubai zu vier Jahren Haft und anschließender Ausweisung verurteilt (Times).

Bekannt durch seine wöchentliche Radioshow auf BBC Radio1 mit Fabio, gilt der 40-jährige britische DJ als einer der führenden Köpfe der Drum&Bass-Szene, von der er gerne als „Godfather of Drum&Bass“ tituliert wird. Sein Album „Mysteries of Funk“ (1998) gilt wie weitere Releases seines Labels Prototype als Meilenstein.

Den strengen „Drogen“gesetzen der Vereinigten Arabischen Emiraten fallen in jüngster Zeit zahlreiche westliche Besucher zum Opfer: Derzeit sitzt z.B. ein deutscher Staatsbürger wegen Besitz des Hormons Melatonin in U-Haft, das sein Arzt ihm als Schlafmittel verschrieben hatte. Ein Schweizer wurde wegen drei Krümeln seines in Heathrow gemümmelten Mohnbrötchens in Haft genommen (Times, weitere Fälle z.B. bei SPON).

Grooverider war Ende November auf dem Weg zu einer ausgebuchten Show, als er von den Fahndern erwischt wurde. Westlicher Lifestyle und Entertainment wird zunehmend ins Land importiert, da die VAE bereits die Zeit nach dem Versiegen des Öls planen und mit frisch aufgebauter High-Tech-Industrie westliche Unternehmen ins Land locken, deren Mitarbeitern man ihre gewohnten Annehmlichkeiten bieten möchte. Dabei kommt es allerdings regelmäßig zum Clash mit der scharia-basierten Gesetzgebung.

Above-the-law gefühlt? Naiv? Dämlich? Einfach nur verpeilt? So oder so eine harte Strafe.

Eine Online-Petition darf natürlich nicht fehlen.

20. Februar 2008 | blablablub |

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Indie-Wahn

Für uns heißt „Independent“ immer noch unabhängig zu sein – den öffentlichen Raum für selbstbestimmten und kreativen Ausdruck frei zu halten von den Herrschaftsansprüchen des Mainstream.[…]So lange die Reaktion von Leuten auf diese reine Verwaltung von Massen, die Beschneidung kreativer Potentiale zugunsten des Mainstream Verweigerung heißt, Ablehnung dieser einheitlichen Scheiße – so lange denke ich mir, ist die Zukunft für Minderheitenproduktionen für die nächsten Jahrzehnte gesichert.Achim Bergmann, Label-Kopf von Trikont (deutsches Independent-Label seit 33 1/3 Jahren) im Interview

In der Clubsound-Ecke wird ja viel über den Minimal-Hype gequatscht („you call your music minimal, but I just call it simple …„), aber auch in anderen musikalischen Ecken werden Etiketten auf alles draufgepappt, was sich nicht wehren kann: Wenn ich alle Trierer Parties, die sich dem „Indie“-Genre und allem Angliederungsfähigem verschrieben haben zähle, komme ich auf gut 12 Formate, von denen ca. 9 in den letzten 12 Monaten entstanden scheinen (man korrigiere mich bitte).

Bis vor gut 2 Jahren war „Indie“ in Trier nicht völlig tot, aber es roch komisch. Dann brachte der Panic Club frischen Wind, der im Emu´s / Down Under gestartet und inzwischen zum Mega-Hype mit bis zu 1200 Besuchern in der Produktion mutiert ist. Dort hat dann auch gleich Formate nachgezüchtet: Totally Wasted but Yeah, Death to Disco, Encore (manchmal dienstags), der sagenumwobene „Black Music meets Indie“-Donnerstag (schon wieder tot) und „Indie Dependent“, die Party mit dem schönsten, weil tiefblickenlassendsten Namen.

Bis vor einigen Monaten ebenfalls in der Produktion waren Trashique, die inzwischen im Down Under zu Hause sind, wo sich auch die Panic´s inzwischen gerne mal Luft vom kommerziellen Druck verschaffen und den ganzen Abend nur Lieblingsplatten statt Crowd Pleaser spielen.

In die Woche packt selbst das Forum seinen alternativen Dienstag (unregelmäßig) und das sog. Gitarren-Studio (schon wieder tot). Am anderen Ende des Spektrums im ehemalige Hort alternativer Subkulturen, hat das Exhaus den Aufwind auch nicht völlig verschlafen. Man hat hier traditionell eher auf Konzerte gesetzt, vom knickrigen Publikum dafür aber eine Absage erhalten. Aber Party-Formate gibt´s auch: Disco Destruction 3000, die Visions Party – ein Marken-Franchise eher fragwürdiger Natur – und jetzt neu am Mittwoch das Bewilderment Department.

Jemanden vergessen?

Paradiesische Zustände? Mit „Glück“ kann man von Dienstag bis Samstag jeden Abend zu Indie & Co feiern gehen. Ideal für das chronisch leere Portemonnaie der studentischen Klientel. Die geht dann auch am liebsten für 2,50 dahin, wo alle anderen auch hingehen statt via Konzertbesuch, die originären Künstler zu unterstützen. Denn die sind ja in Zeiten des Mitklauinternetz 2.0 immer mehr auf Toureinnahmen angewiesen.

Nicht nur, dass der Endverbraucher sich nen Scheiss darum schert. Auch die Multiplikatoren denken scheinbar immer weniger an die (oder in) independenten Strukturen. Es ist mehr als Gemunkel , dass manche „DJs“ sich vorwiegend aus Soulseek und anderen Tauschbörsen bedienen. Auch kurzfristig erfüllte Wunschlisten im Netz, deuten darauf hin. [Wunschlisten? A DJ is not a jukebox, dachte ich immer.] Kostenminimierung aus Liebe zum Kunden, denn damit kann man den Eintritt bei max. 3 Euro halten, wozu die Konkurrenz am Markt ja „zwingt“. Der Geiz ist geil-Denke den Hof machen. Für mich klingt das nicht sehr indie und alternativ.

Mich kotzt dabei an: Die Arbeit anderer einsetzen, den kompletten Profit selbst einstreichen und sich dann noch independent und alternativ schimpfen. Es geht mir weder um das Kopieren zum Eigengebrauch noch um die Formatfrage Vinyl-MP3.

Auch letzteres kann man kaufen, nur bitte nichb bei russischen MP3-Diensten.

[Dennoch: Vinyl mag ja ein anachronistisches Medium sein, aber gerade in mit Kleinstauflagen agierenden Nischen ist es immer noch ein sehr gutes Mittel, um dem Künstler die Butter auf´s Brot zu bringen.] Ich hab einen Heidenrespekt vor jedem, der mit einer gewissen Authentizität versucht, von Musik zu leben.“Indie“ ist also ein Riesending. Vormals Bedeutung die sich mit vielfältigem musikalischen Inhalt füllen ließ, ist sie inzwischen immer weiter auf einen bestimmten Sound reduziert, der selbst im Mainstream angekommen ist. Zu Konzerten geht aber kein Mensch. Und vielleicht fliesst noch nicht mal viel über record sales zurück.

Geschichte der deutschen Independent-Labels die Gründe sind scheinbar andere geworden.

3. Februar 2008 | blablablub | Tags: keine | Kommentar schreiben »