Enthüllt: 30 geheime DJ-Techniken

Es vergeht ja kein Tag, an dem mich jemand auf der Straße auf meine Mixe anspricht und fragt: „Wie machst du das bloß?“ Ganz einfach: Jahrelanges, hartes Training. Dank meiner eisernen Disziplin bin ich nun in der Lage über 30 DJ-Techniken in einem Mix (!!!) einzusetzen, um mich musikalisch und künstlerisch durch Breakbeat-Vinyl auszudrücken:

  • Start drücken
  • Stop drücken
  • Tonarm hochmachen
  • Staubfussel von der Nadel entfernen
  • Nadel auf erste Platte legen
  • Kopfhörer einstöpseln
  • auf die Ohren setzen
  • von einem Ohr wegnehmen
  • Plattencover aus der Plattenkiste nehmen
  • Platte aus dem schönen Karton-Cover nehmen
  • Platte doch wieder zurücklegen
  • andere Platte aus dem Case nehmen
  • aus der zerrupften Papierhülle futscheln
  • Platte um 360° zwischen zwei Fingern drehen
  • auf Plattenteller legen
  • wieder runternehmen, umdrehen und mit der flachen Hand drauflegen
  • Nadel auf die Platte setzen
  • Platte vor und zurück drehen, um den Anfang des Tons zu finden
  • Platte loslassen
  • an andere Platte anpassen
  • Finger auf Pitch-Fader legen
  • Pitch hoch und runter schieben um Tempo anzupassen
  • zweiten Line-Fade hochziehen
  • künstlerisch an den EQ knöpfen drehen (= Gesicht machen, wie Hendrix beim Solospielen)
  • Crossfader von links nach rechts bewegen (und zurück)
  • mit dem Kopf im Takt nicken
  • mürrisch gucken
  • Zigarette rauchen
  • soviele Tracks von von Foren-Nerds im Internet gehypten Künstlern spielen, wie man finden kann
  • in die Tracklist zu mind. 50% „White“ oder „Promo“ schreiben

Diese Versatilität ist nur mit Vinyl möglich und kann von Laptop-DJs mit ihrer Software niemals aufgebracht werden: Click … Click … Click … Click … Click … Click … Click … Click … Click … Click … Click … Click … Click … Click … Click … Click … Click … Click … Click … Click … Click … Click … Click … Click … Click … Click … Click … Click … Click … Click … Click … Click … Click … Click … Click … Click 😉

17. Oktober 2007 | blablablub |

15 Kommentare »

Relaunch der Down Under-Website

Ganz groß in die Bookmark-Liste kleben: www.down-under-club.de

Oder oldskoolig den Newsletter bestellen.
Oder zwo nullig den Feed abonnieren.

Gebastelt hab ich das Ding übrigens.
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30. September 2007 | blablablub | Tags: keine | Kommentar schreiben »

16vor: Exhaus muss an Konzerten sparen

Schon vor Wochen geschehen, aber was soll´s. Zu einem Artikel auf 16vor über die neueren Entwicklungen im Kulturbereich des Exhaus habe ich einen Leserbrief verfasst:

16 vor – Nachrichten aus Trier | Exhaus muss an Konzerten sparen

Da wir ja mit t90 eine ganze Weile im Ex waren, immer mal wieder dort aufspielen und ich einige dort involvierte kenne, musste ich da einfach was zu sagen.

Wohl einer der diskutierteren Artikel auf 16vor.

11. September 2007 | blablablub |

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London – August 2007

Ach ja, England … schön war´s mal wieder. Mit Frau J. 5 Tage in die Hauptstadt und dann für knapp ne Woche auf´s Land nach New Forest, Dorset und Kent. Natürlich gibts ein paar Infos über die musikalische Seite des Urlaubs:

Clubbing-Highlight war der Alchemy-Rave im Turnmills, einer mir bisher unbekannten in East Central (Faringdon). Sehr weitläufiges und verwinkeltes Venue, in dem man erstmal 20 Minuten rumlaufen muss, um sich zu orientieren. Normal in England: Soundsystems die nicht nur ein Karrée beschallen, sondern noch in der hintersten Ecke für guten Klang sorgen und ne tolle Lichtanlage.

Angenehm fand ich dort auch den gehobenen Altersdurchschnitt – das jüngere Ravepublikum zog´s wohl primär in die Brixton Academy, wo u.a. Pendulum, Subfocus und einige der im Turnmills auf Floor 2 vertretenen Recken aufspielten:

In London ist man ja Mega-Line-Ups gewohnt, aber im Turnmills hätte man sich klonen müssen, um alle Highlights mit zu bekommen. Mainfloor (Progression Sessions) mit Marcus Intalex + DRS, LTJ Bukem + MC Conrad, Fabio + MC Fats, Bryan Gee; Floor 2 (Primal) mit Goldie, Zinc, Andy C, Grooverider, Digital, begleitet von den MCs Flux & Stirlin plus ein spezieller Reinforced-Floor mit Oldskool-Sets von 4 Hero, Paradox, Randall und der von uns ja im Januar nach Trier geladenenen Storm. Die Gute hatte auch Zeit für nette Schwätzchen mit uns und glänzte wieder mit charmantem Understatement: „I´ve been practicing all day for this set and I´m so nervous. That early 90s stuff is so slow!„. Dass sie dann nicht weniger als ein lupenreines Set ablieferte überraschte kaum.

Intalex hatte hingegen kleine Schwierigkeiten, als er in der letzten halben Stunde seines Sets noch einige Klassiker verbriet und z.B. Photeks Rings Around Saturn total verholperte. Bis dahin war sein Set allerdings Top. Seine sehr deepen Sets haben für mich was Therapeutisches: Muskeln auflockern, Kopf freimachen und in den Sound eintauchen. Schön am Hauptfloor war auch, dass mit DRS, Conrad und Fats die Crème der UK-MCs am Start war.

Zum Abschluss gaben wir uns noch sensationelles Geballer von Digital mit wohl einigem Material von seinem kommenden Album. Um 5 enterten wir aber mal den Nightbus, denn am nächsten Tag wartete ja schon der Notting Hill Carnival .

Der Carnival ist ein afro-karibisches Event, dass im 40sten Jahr seiner Geschichte an 2 Tagen rund 2 Millionen Besucher auf die Straßen lockt. Den Kern bildet ein riesiger Umzug mit Wagen, auf denen Bands, DJs, Tänzer … Zusätzlich gibts ca. 30 (?) Soundsystems an fester Position die alle möglichen Musikstile bedienen. Abends gibts dann diverse After-Parties.

Wen man aus der U-Bahn rausgeschwemmt wird und einen erstmal die Sonne und wummernden Subs eines D&B-Soundsystems von zwei Blocks Entfernung treffen, muss man sich einfach gut fühlen. Ich bin überhaupt nicht der Typ für Massenveranstaltungen, aber das war wirklich nett!

Was mich bzgl. Clubbing noch interessiert hat war, wie man mit dem im UK schon existierenden Rauchverbot klarkommt, das wir hier ja auch ab November in Rheinland-Pfalz haben. Selbst als Vielraucher muss ich sagen: Es geht doch überraschend gut. Allerdings fallen einem diverse Gerüche unangenehm auf, die ansonsten vom Qualm übertönt werden. Also brav auf Körperhygiene achten. Und: Keine Hülsenfrüchte! Dumm kann´s auch laufen, wenn einem dämliche Bouncer nach einem Zigarettchen vor´m Club den Wiedereinlass mit „I haven´t seen your face before“ verwehren Passierte mir in so nem hippen Scheissladen bei der Old Street, in dem ne Freundin von ner Freundin Geburtstag feierte. (Schlußendlich landeten wir dann in ner Wohnung von irgendjemandem in der Nähe und dann noch in ner Jazz-Bar und nem Taxi mit fahruntüchtigem, indischen Fahrer und alles war gut.)

Was mich in England (neben anderen Dingen) heimisch fühlen lässt ist, dass Breakbeats als solche ein selbstverständlicher Bestandteil des musikalischen Spektrums sind. Everybody can relate to it – auch wenn D&B und NuBreaks immer noch Nischen sind. Hier kann man sich im gebührenfinanzierten öffentlichen Radio noch einigermaßen repräsentiert fühlen, was mir in D beim besten Willen nicht gelingen mag.

4. September 2007 | blablablub, Music-Tipps |

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London calling …

… mal wieder für ein paar Tage 🙂

Track-ID hier

23. August 2007 | blablablub |

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Note to self: Blog-Pflege & Redesign

Oh je, hab gerade durch Zufall festgestellt, dass die Kommentarfunktion hier schon eine ganze Weile nicht erreichbar war 🙁 Und ich wundere mich schon, dass es hier so still geworden ist.
Wird eh mal Zeit, dass ich mir die Site mal vornehme und gründlich überarbeite. Werde mich mal an ein umfangreicheres Redesign machen, sobald die Site für´s D.U. fertig ist.

22. August 2007 | blablablub | Tags: keine | Kommentar schreiben »

Que pasa?!? Ein Nachtrag zur ausgefallenen Party

Ich muss nochmal eine Ergänzung zu meiner ersten Stellungnahme abliefern.

Denn wie ich inzwischen erfahren habe, haben am letzten Freitag wohl auch weitere Läden (u.a. die Produktion) den gleichen Besuch von den ordnungshütenden Freunden & Helfern bekommen. Auch dort wurde die gleiche „Begründung“ angeführt.

Unfassbar!

Nochmal rekapitulieren: Ohne mit jemand Verantwortlichem gesprochen zu haben, fordert bei laufender Veranstaltung ein Polizeibeamter die DJs und Veranstalter auf, die Musik auszuschalten, da es „keine Genehmigung“ gäbe. Da sich von den Veranstaltern keiner mit Konzessionen & Co. auskennt, gehorcht man dem aufgebrachten Menschen. Bis dann die Geschäftführung vor Ort ist, um die Sache zu klären – es liegen alle erforderlichen Genehmigungen vor – sind die Gäste längst gegangen und die Party gelaufen.

Und das gleich in mehreren Diskotheken. Aber natürlich nicht in allen.

Wenigstens: Als am Samstag wieder (wenn auch andere) Beamte vor dem D.U. auftauchten, reichte ein kurzer Wortwechsel mit den anwesenden Anwälten, um die Veranstaltung ungestört und ordnungsgemäß durchführen zu können.

Die bereits zuvor aufgeworfene Frage bleibt: Von welchem Hafer wurde der Amtsschimmel bgestochen?

17. August 2007 | blablablub, Event-Reviews |

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