Villa Wuller Closing!? Wie es weitergehen kann

Ihr Lieben, wie ihr vielleicht schon gehört habt, könnte unsere Party am kommenden Wochenende die letzte in der Villa Wuller werden. Wahrscheinlicher ist aber, dass es weiter geht.

Die Villa hat schon seit einer Weile finanzielle Schwierigkeiten, die es dem Betreiber Berni nicht mehr möglich machen, den Club wie bisher weiter zu führen (das offizielle Statement hier).

Ich schrieb Berni dazu:

„So pathetisch das klingt, war die Villa schon immer ein Beweis, dass es noch Gutes in der Welt gibt. Und das sogar vor der HaustĂĽr.“

Und dabei soll es bleiben: Es wird auf Basis eines Kulturvereins weitergehen. Mehr Mitmachen ist hier allerdings notwendig. Dass das geht, zeigen ähnliche Strukturen andernorts.

Wir selbst haben uns fest vorgenommen, diesen neuen Weg mit Engagement zu unterstĂĽtzen und auch auf Einnahmen weitgehend zu verzichten, da wir inzwischen fast alle nicht darauf angewiesen sind.

Als tempo90 sind wir im 17. Jahr dabei, kontinuierlich Drum´n´Bass in Trier zu machen und damit die langlebigste Crew zu sein. Da ist bei dieser seltsamen Nischenmusik ein kleines Wunder. Es zeigt aber auch, dass es immer Möglichkeiten gibt, alternative Räume aufzumachen.

Und dafür ist die Villa die beste aller Locations, in der wir in 20 Jahren Auflegerei zuhause sein durften. Und das hat natürlich vorrangig mit der Attitüde zu tun. Das Villa Team hat es verstanden, auf einer soliden Basis aus gutem Sound und ein paar klar kommunizierten Grundregeln Spielräume für freie Atmosphäre zuzulassen, in der man vor allem im gemeinsamen Tanzen aufgehen konnte. Das hinzubekommen, ohne dass es kippt, ist extrem schwierig.

Dass das Konzept finanzielle Schlagseite bekommen hat, hat nichts mit seinem Wert zu tun. Wenn ihr den schätzt, dann fragt, was ihr tun könnt und tut es. Es fühlt sich gut an. Ich bin zuversichtlich, dass es gemeinsam weitergehen wird und die Villa im Kern der außergewöhnliche Ort bleiben wird, der er für die letzten 6 Jahre war.

In diesem Sinne feiert nochmal mit uns:
tempo90 feat. DJ G.I.D. @ Villa Wuller

1. Juli 2017 | blablablub |

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tempo90 feat. DJ G.I.D. @ Villa Wuller

tempo90 @ Villa Wuller!
DJs: DJ. G.I.D. (Groovalistic, Koblennz)
Myom, Semuta, Breakslinger

Samstag 8. Juli 2017 ab 23.55 Uhr
Villa Wuller, Trier

Bevor wir uns eine Sommerpause gönnen, freuen wir uns auf DJ G.I.D. aus Koblenz. Mit seiner Groovalistic-Crew hat er dort seit den 90ern großartige Partyreihen veranstaltet, einige Jahr den Floor für gebrochene Beats auf der Nature One ausgestaltet und reihenweise die renommiertesten Artists nach Deutschland geholt.

Heute wird er insbesondere fĂĽr seine dubbigen Sounds gebucht. Seine Sets klettern auf Mixcloud immer schnell in den Genrecharts nach oben. FĂĽr die Drum´n´Bass-Massive ist seine „Dub & Bass“-Serie die relevanteste. In der Villa wird er dicke Junglebeats ĂĽber ein massives Bassfundament rollen lassen.

Begleiten werden ihnen die tempo90er Myom, Semuta und Breakslinger.


DJ G.I.D. auf Facebook

DJ G.I.D. auf Mixcloud

1. Juli 2017 | Events, tempo90-Events |

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tempo90 @ Villa Wuller

nov14

tempo90 @ Villa Wuller!
DJs: Myom, Semuta, Breakslinger, Benedor, Crocket

Samstag 15. Oktober 2016 ab 23.55 Uhr
Villa Wuller, Trier

An den Decks die t90-Allstars Myom, Semuta, Breakslinger, Benedor und Crocket. Wie immer geht´s querbeet durch alle Drum&Bass-Kisten und -Schubladen. Freut euch mit uns!

1. Oktober 2016 | Events, tempo90-Events |

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tempo90: Drum&Bass @ Villa Wuller

DNB_II

tempo90 – Drum´n´Bass
DJs: Crocket, Breakslinger, Benedor, Myom, Semuta

Samstag 11. Juli 2015 ab 23.55 Uhr
Villa Wuller, Trier

Ein letztes Mal vor der Sommerpause rollen die Bässe durch die Villa. Nicht verpassen 🙂

3. Juli 2015 | Events, tempo90-Events |

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tempo90: The Great Escape @ Flucht nach vorn

Drum&Bass mit
Steve McCrocket
Scarlett Semutasson
Robert DeMyom
Richard Breakslinger
Sean Benedor

Samstag 18. Dezember
Flucht nach vorn
Judengasse 4, Trier

tempo90 zelebrieren die Flucht aus der Flucht: Ein letztes Mal wabern die schweren Bässe und schnellen Beats durch die Keller in der Judengasse, der zum Jahresende schliesst. Schon im Vorgängerclub „Down Under“ hat Triers Drum&Bass-Insitution den Underground-Sound unters Volk gebracht. Auch diesmal sind mitreissende DJ-Sets von Myom, Semuta, Breakslinger, Benedor und Crocket garantiert.

Verbilligter Eintritt & Tickets gewinnen via
facebook.com/tempo90

Der Flyer ist eine kleine Hommage an „The Great Escape
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16. November 2010 | Events, tempo90-Events |

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Am Türpfosten hängengeblieben?

TĂĽrsteher, die ihren Job schlecht machen, sind ein leidiges Thema:

Wir hatten schon erwartet, dass wir in der noch nicht etablierten Location „Kulturgut“ BesuchereinbuĂźen zu erwarten hätten. Dass wir den Minusrekord in ĂĽber 9 Jahren tempo90 einfahren wĂĽrden, hat uns dann doch ĂĽberrascht. Wie sich nun herausstellt, lag das offenbar nicht alleine an Faktoren wie der Openhouse-Massenveranstaltung am Vortag, startenden Uniferien und der ersten lauen Sommernacht des Jahres, sondern auch am TĂĽrsteher.

Inzwischen haben wir von einer ganzen Reihe voneinander unabhängigen Fällen gehört, denen der Türsteher ausgeredet hat, die Veranstaltung zu besuchen. Übereinstimmungen aus den Berichten betreffen Äußerungen, dass nix los sei und man ohnehin in ner halben Stunde schliessen würde, die Euros könne man sich sparen. Im frühesten bekannten Fall ist das wohl bereits gegen 0.15h passiert.

Da wollte wohl jemand frĂĽh Feierabend machen.

Uns wurde das erst bewusst als uns gegen 2 Uhr einige Freunde unter den Gästen auf das Problem ansprachen. Da das Personal vom Kulturgut gestellt wird, haben wir selbst keine organisatorische Verantwortung, zuständig war die Veranstaltungsleiterin, die sich dem Problem auch sofort annahm. 2.30 Uhr sollte also niemand mehr an der Tür hängen geblieben sein, aber das war natürlich reichlich spät.

Wem ist das noch passiert? Meldet euch in den Comments oder per Mail!

Von unserer Seite eine Entschuldigung an alle, die weggeschickt wurden – es lag leider nicht in unserer Hand! Schade, denn wir haben eigentlich einen positiven Gesamteindruck von der Location: Die Anlage kann was, Atmo & Licht sind auch gut und das eigentliche Team ist wirklich supernett.

Der Vorfall hat inzwischen fĂĽr einige Aufregung gesorgt und der Betreffende muss sich wohl andere TĂĽren zum stehen suchen.

29. Mai 2010 | blablablub |

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Fight for your right to party


(Foto: Breakslinger)

… rappten die Beasties. Auch dies gehört dazu:

Auf dem John B-Event im Januar hat der Fotograf des Lifestyle-Magazins Gäste fotografiert, ohne deren Einwilligung zu holen. Die Fotos wurden online veröffentlicht. Da dies nicht rechtens ist, habe ich mich am 9.2. mit diesem Schreiben beschwert.

Sehr geehrte Damen und Herren,

ich habe am 23. Januar im Exhaus eine Veranstaltung ausgerichtet, zu der Sie im Internet folgende Fotostrecke veröffentlicht haben: [Anmerkung: Den Link gebe ich hier nicht wieder.]

Ich wurde nun von mehreren Gästen darauf angesprochen, dass Ihr Fotograf, Herr […], offensichtlich nicht mit § 22 KUG vertraut ist, da er sie ohne Einwilligung fotografiert hat und ihre Fotos auf Ihrer Website veröffentlicht wurden.

An den Aufnahmen Nr. […]  können Sie bereits anhand der Bildkomposition erkennen, dass hier Personen in der Menge aus gewisser Entfernung fokussiert wurden und auch die ĂĽbliche Praxis, ein Einverständnis auch nonverbal, z.B. ĂĽber Augenkontakt o.ä. einzuholen, mit hoher Wahrscheinlichkeit nicht eingehalten wurde.

Ich bin als Veranstalter nicht damit einverstanden, wenn Gäste ohne Ihr Einverständnis fotografiert und diese Fotos im Internet veröffentlicht werden. Was mir sauer aufstösst ist, dass sich das Interesse des TV-Medienhauses an unseren seit 9 Jahren betriebenen Veranstaltungen in engen Grenzen hält – das Nischen-Argument aber nicht mehr gilt, sobald ĂĽber das Fotostrecken-Format Page Impressions fĂĽr die IVW-Statistik generiert werden können.

Ich bitte Sie hiermit, die von Ihnen als Fotografen entsandten Personen über ihre Rechte und Pflichten in Kenntnis zu setzen. Sollten sich bei künftigen Veranstaltungen der Eindruck ergeben, dass Ihr Fotograf sich unprofessionell verhält, muss ich im Rahmen des Hausrechts ein Fotografierverbot aussprechen.

Lifestyle reagierte prompt mit der Mitteilung, dass man den betreffenden Fotografen informiert und um eine Stellungsnahme gebeten habe. Nach 3 Wochen stehen die Fotos nach wie vor online – gehört habe ich bislang nichts.  Ich habe heute nochmal nachgehakt und werde euch auf dem Laufenden halten.

Da Lifestyle seit 1-2 Jahren zum Trierischen Volksfreund (TV) gehört, der im Impressum auch als Seitenbetreiber angefĂĽhrt wird, ging das Schreiben ebenfalls an diesen – hier reagierte man jedoch bislang ĂĽberhaupt nicht.

Der TV ist wiederum der Holtzbrinck Verlagsgruppe zugehörig. In anderen Holtzbrinck-Titeln (vom TV weiĂź ich es als Nicht-Leser nicht) wird ja immer gerne kritisch darauf hingewiesen, dass „die jungen Leute“ heute im Web so sorglos mit ihrer Privatsphäre umgingen. So sei z.B. so Manchem schon die Bewerbung verhagelt worden, weil seine kompromittierenden Privatfotos im Netz zu finden waren (Lektion: Immer schön konform bleiben und alles was man tut zuerst vom „Personalchef im Kopf“ absegnen lassen).

Dazu und einigen weiteren Aspekten des Wehklagens um den schwindenden „Qualitätsjournalimus“ passt es natĂĽrlich nicht, fĂĽr seine Blättchen Amateure loszuschicken, die jeden knippsen, der seine Rechte nicht kennt und dann ex-post-Hinweise auf Problematisches einfach zu ignorieren.

Es bleibt den Betroffenen nochmal nachzuhaken und etwaige rechtliche Schritte einzuleiten, aber vermutlich wird sich nach ihrer Auffassung der Aufwand wegen der „Lapalie“ nicht lohnen.

Mich stört neben dem im Schreiben Angesprochenen insbesondere: Unsere Veranstaltungen sind davon geprägt, dass es nicht um chic & schön, aufbrezeln und gesehen werden geht. Bei uns ist jeder willkommen. Aufgrund der offenen Atmosphäre wird sich beim Tanz gehen gelassen. Und das sieht mitunter einfach ziemlich albern aus. Fühlt man sich beobachtet, ändert man unweigerlich sein Verhalten. Clubs wie das Berghain setzen aus eben jenem Grund auf ein konsequentes Fotoverbot. Soweit möchte ich gar nicht gehen, aber künftig wird vielleicht die Partyfoto-Fraktion draußen bleiben.

NACHTRAG 02.03.:

Die Fotos wurden heute von Lifestyle offline genommen. Der Fotograf hatte sich auf Anfrage der Redaktion hin nicht geäußert und arbeitet wohl inzwischen auch nicht mehr für das Magazin.

1. März 2010 | blablablub |

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