16vor: Exhaus muss an Konzerten sparen

Schon vor Wochen geschehen, aber was sollÂŽs. Zu einem Artikel auf 16vor ĂŒber die neueren Entwicklungen im Kulturbereich des Exhaus habe ich einen Leserbrief verfasst:

16 vor – Nachrichten aus Trier | Exhaus muss an Konzerten sparen

Da wir ja mit t90 eine ganze Weile im Ex waren, immer mal wieder dort aufspielen und ich einige dort involvierte kenne, musste ich da einfach was zu sagen.

Wohl einer der diskutierteren Artikel auf 16vor.

11. September 2007 | blablablub |

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Que pasa?!? Ein Nachtrag zur ausgefallenen Party

Ich muss nochmal eine ErgÀnzung zu meiner ersten Stellungnahme abliefern.

Denn wie ich inzwischen erfahren habe, haben am letzten Freitag wohl auch weitere LĂ€den (u.a. die Produktion) den gleichen Besuch von den ordnungshĂŒtenden Freunden & Helfern bekommen. Auch dort wurde die gleiche „BegrĂŒndung“ angefĂŒhrt.

Unfassbar!

Nochmal rekapitulieren: Ohne mit jemand Verantwortlichem gesprochen zu haben, fordert bei laufender Veranstaltung ein Polizeibeamter die DJs und Veranstalter auf, die Musik auszuschalten, da es „keine Genehmigung“ gĂ€be. Da sich von den Veranstaltern keiner mit Konzessionen & Co. auskennt, gehorcht man dem aufgebrachten Menschen. Bis dann die GeschĂ€ftfĂŒhrung vor Ort ist, um die Sache zu klĂ€ren – es liegen alle erforderlichen Genehmigungen vor – sind die GĂ€ste lĂ€ngst gegangen und die Party gelaufen.

Und das gleich in mehreren Diskotheken. Aber natĂŒrlich nicht in allen.

Wenigstens: Als am Samstag wieder (wenn auch andere) Beamte vor dem D.U. auftauchten, reichte ein kurzer Wortwechsel mit den anwesenden AnwĂ€lten, um die Veranstaltung ungestört und ordnungsgemĂ€ĂŸ durchfĂŒhren zu können.

Die bereits zuvor aufgeworfene Frage bleibt: Von welchem Hafer wurde der Amtsschimmel bgestochen?

17. August 2007 | blablablub, Event-Reviews |

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Zur ausgefallenen Party vom 10. August

>>> siehe update oben! <<<

Fast 7 Jahre mussten wir darauf warten, jetzt war es endlich soweit: Eine unserer Parties wurde durch polizeiliche Intervention abgebrochen. Damit sind wir endlich im Olymp der Underground-Helden angekommen und werden irgendwann so populĂ€r wie Daft Punk, die schon 1997 die Hipness von VorfĂ€llen ĂĄ la „Stop the music and go home“ in ihrem Video zu „Revolution 909“ kultiviert haben: YouTube Preview Image

Was man also eigentlich besser gar nicht erzĂ€hlen wĂŒrde ist, dass das Ganze mit uns als Veranstaltern ĂŒberhaupt nichts zu tun hatte. Noch nicht mal zu laut waren wir. Ihr dĂŒrft uns aber trotzdem gerne deswegen fĂŒr ganz besonders cool und undergroundig halten 😉
Zu den Fakten (mein Kenntnisstand unmittelbar nach dem Non-Event):

Gegen 0.40h stand plötzlich ein Polizeibeamter im Clubbereich, kam auf Flextronic am DJ-Pult zu und forderte nicht gerade dezent: „Musik aus… sofort aus“ usw. Der Ausschank könne weitergehen, aber fĂŒr die Tanzveranstaltung fehle eine „Genehmigung“.
In der Hand hatte er ein offiziell wirkendes Schreiben, das er aber nicht vorzeigen musste, geschweige denn wollte: Schließlich sind wir ja nur die Veranstalter und nicht etwa GeschĂ€ftsfĂŒhrer oder Besitzer des EmuÂŽs / Down Under (nicht Artur von Trevamassive). Diese konnten erst nach einer Weile ein GesprĂ€ch mit den Beamten aufnehmen.

Danach erklĂ€rten sie uns in etwa Folgendes: Es sei seitens des Ordnungsamts eine VerfĂŒgung vorlegt worden, die die DurchfĂŒhrung der Tanzveranstaltung untersage. Grund: Ein vor einigen Wochen erstelltes Gutachten ĂŒber eine erweiterte LĂ€rmschutzmaßnahme liege beim Amt zwar schon vor, sei aber noch nicht abschliessend genehmigt. Nach eingeholter Rechtsauskunft sei die VerfĂŒgung nicht rechtskrĂ€tig, hieß es von den DU-Besitzern. Es bestĂŒnden gĂŒltige Konzessionen und wir könnten eigentlich weitermachen.

Seit dem Ersterben der Musik, waren inzwischen 45 Minuten vergangen, fast alle GĂ€ste hatten den Club verlassen (Eintritt rĂŒckerstattet) und einige mehr waren an der TĂŒr abgewiesen worden. Aufgrund der fĂŒr uns unklaren UmstĂ€nde und des inzwischen leeren Clubs haben wir vom Vorschlag der GeschĂ€ftsfĂŒhrung abgesehen, die Party nochmal neu zu starten. Tags darauf, am Samstag, soll zur letzten Party vor der Sommerpause wieder geöffnet werden.

So weit, so unklar.

Schade. Gerade vor 4 Tagen haben sich alle Veranstalter des DU getroffen und in einer Runde von ca. 30 Leuten geplant, was in der kommenden Saison alles gemacht wird. NatĂŒrlich wird es weitergehen, aber es fallen einem doch unschöne Geschichten aus anderen StĂ€dten ein, wie z.B. die langwierigen behördlichen Auseinandersetzungen des Frankfurter Ordnungsamt mit dem Space Place (siehe hier oder besser noch: neueres Interview mit Betreiber ab S. 7;).
Noch kann ich nicht so genau beurteilen, von welchem Hafer der Trierer Amtsschimmel gestochen wurde. Doch nicht nur aufgrund des enthaltenen Datums ein, wie ich finde, passender Text zu dem Vorfall:

Kurt Tucholsky (1931): Deutsches Chaos

10. August

Das fĂŒr heute frĂŒh 8.30 Uhr angesetzte Chaos ist durch eine Notverordnung der Regierung auf morgen verschoben worden.

11. August

Heute 8.30 Uhr ist das Chaos ausgebrochen (Siehe auch Letzte Nachrichten). Das Chaos wurde durch eine Rede des Reichskanzlers sowie durch einen kurzen, kernigen Spruch des ReichsprĂ€sidenten Hindenburg eröffnet. Der preußische MinisterprĂ€sident Braun fĂŒhrte in seiner Chaos-Rede aus, dass Deutschland auch fĂŒrderhin.
Das bayerische Chaos brach erst um 9.10 Uhr aus.
[…]

12. August

Heute hat das Reichs-Chaos-Amt seine Arbeit angetreten. Jedes Chaos (sprich: Chaos) bedarf demnach einer besonderen Chaos-Ausbruchs-Genehmigung durch das Reichs-Chaos-Amt, einer NachprĂŒfung durch das Reichs-Chaos-Nachschau-Amt sowie durch die einzelnen Chaos-LandesĂ€mter. […]

>> Volltext zum Weiterlesen

11. August 2007 | blablablub, Event-Reviews |

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Dubstep in Trier – Bass ist los?

Das neue Ding aus London heißt Dubstep. Ganz Europa schielt neidisch auf die elektronischen Revoluzzer in Brixton. Der neue Style ist am Freitag (29. Juni) erstmals auf einem Trierer Dancefloor zu erleben.

Den Bericht von Jörg Halstein fĂŒr hunderttausend.de kann man hier lesen!

Kleine Anmerkung zu dem ansonsten gelungenen Beitrag: „Erstmals auf einem Trierer Dancefloor zu erleben“ war Dubschlepp am 11.11.2005 (Helau!). Als wĂŒrden wir hier erst mit dem Sound aufwarten, nachdem Intro, Arte und you-know-who schon auf den Stil aufmerksam geworden sind 😉 Gedreht hat die Scheiben damals auch schon Herr Flex.
Der Beleg-Flyer:

siehe Beitrag hier

und Review hier.

29. Juni 2007 | Music-Tipps |

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Kreative HöhenflĂŒge

Du hast keinen Bock dauernd Pizza zu essen – du willst nicht dauernd Döner essen.

Dann haben wir die Lösung. Geile Pizza in einer einzigartigen Mischung mit Döner. Fifity – Fifty – perfekt abgeschmeckt.

Klingt absurd und unverdaulich? Der neueste Streich der Fastfood-Mafia? Nein, so werden in this little town of ours „neue Partykonzepte“ großflĂ€chig und crossmedial beworben.

Ich hab nur „Black Music“ gegen „Pizza“ und „Alternative“ gegen „Döner“ ausgetauscht (und essen statt trinken, abgeschmeckt statt abgemischt). Die Interpunktion hab ich auch nicht verbrochen … Vielleicht leb ich ja in der falschen Welt, aber die beiden Stile haben doch auschließlich gemein, dass sie in Trier die meisten Leute ziehen. Wenn ich mir so einen Musikmix mit den im Kontext genannten KĂŒnstlern vorstelle … man fĂŒge oben „Kaffee“ & „Bier“ ein, um ein Ă€hnliches Schaudern zu erzielen.

Wenn man den Fragen im ersten Absatz mit lautem „Ja!“ entgegnet, dann haut einen die angebotene Lösung garantiert vom Hocker. Vor Lachen. Oder weil man sich zu fest vor die Stirn klatscht.

FĂ€llt sowas keinem auf? Blieb vor lauter innovativem Konzepte ersinnen keine Zeit mehr fĂŒr®s Korrekturlesen? Spricht aus all dem die Verzweiflung? Oh ja. Sowohl die der Veranstaltenden, als auch die meine. Und die vom Captain.
Picarddisgust

19. Juni 2007 | blablablub |

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Der Down Under-Club hat eine Webseite

Von meiner Wenigkeit an einem Nachmittag mit der heissen Nadel zusammengestrickt, findet man dort immerhin schon einen kompakten Überblick ĂŒber das exquisite Monatsprogramm. Checkt http://down-under-club.de

Im Laufe der kommenden 1-2 Monate wird eine „echte“ Site erstellt, die neben den ĂŒblichen Clubinfos mit einigen netten Funktionen aufwarten wird. Watch out!

Mit dem Down Under geht es kontinuierlich voran. Sound, Licht und andere Annehmlichkeiten werden in Abstimmung mit den Veranstaltern immer weiter verbessert. Einen Monat nach der Eröffnung hat sich schon einiges getan und auch der Zuspruch durch die Besucher ist gut. Bekommt Trier endlich endlich endlich einen brauchbaren Club? Die Chancen stehen gut!

3. Juni 2007 | blablablub |

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Goodbye Produktion – Welcome to Down Under

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4 Jahre waren unsere feste Residenz in Produktion am Stockplatz, Palais am Dom und Produktion am Dom (kurz „die Ps“, hinter denen der selbe Verein steht / stand, falls jemand den Zusammenhang nicht erkennt). Ab Mai werden wir unsere Plattenkisten einmal im Monat in einen anderen Keller tragen und zwar in die Neustrasse 56 ins Down Under (der Club unter dem EmuÂŽs).
Aber vom Dom ziehen wir uns nicht völlig zurĂŒck: Geplant ist, in der Produktion ca. 2 Events pro Jahr in der GrĂ¶ĂŸenordnung des Storm-Gigs vom Januar zu machen.

Da es in der Vergangenheit schon ab und an mal zu kuriosen GerĂŒchten ĂŒber VerĂ€nderungen bei tempo90 gekommen ist (hĂ€tte nie gedacht, dass sich da jemand groß Gedanken drum macht), werd ich hier mal kurz die Frage nach dem Warum beantworten.Es gibt 3 wesentliche GrĂŒnde:

GrĂ¶ĂŸe:

Die Produktion am Dom ist sehr groß. Selbst 3-400 Leute können sich da sehr schnell verlieren, besonders wenn man auch noch wie wir den 2. Floor betreibt. Dementsprechend ist der Druck sehr hoch, viele Leute auf die Party zu bekommen. Und bei so einer Nischenmusik wie D&B ist das bei jedem mal eine erneute Aufgabe. Und wir werden ja auch nicht jĂŒnger 🙂

Kontext:

Ein mindestens genau so wichtiger Punkt ist, dass wir immer so ein bißchen die Vegetarier im Steakhaus waren. In der alten Produktion am Stockplatz ging es aufgrund vieler Fremdveranstalter noch etwas bunter zu. Nach der Neueröffnung der Produktion am Dom seit letztem Oktober sollte es eine programmatische Erneuerung geben, der Freitag zum Anlaufpunkt fĂŒr ein „undergroundiges Publikum“ werden.
Inzwischen wird dort aber im Zuge des verdienten Erfolgs des Panic Club gleich an allen Freitagen die Indie-Kuh gemolken. Da passen wir also schon stilistisch nicht mehr so ganz hin. Auch aufgrund dieser Entwicklung sind unsere Hoffnungen geschwunden, dass sich nach dem Neustart der Produktion seit letztem Oktober auch die Bedingungen fĂŒr club-orientierte Veranstaltungen verbessern.
Wir haben in den Produktionen und im Palais am Dom wohl so ca. 30 Parties gemacht, dabei Skeptiker in der Belegschaft zu treuesten Fans bekehrt, großartige Musik mit unseren GĂ€sten erlebt … es war schön! Aber wie hieß noch unser Partymotto von 2003: Bewegung tut gut!

Die vielversprechende Alternative:

Nach 2 Jahren Exhaus und 4 Jahren in den Ps startet nun eine dritte Phase. Unsere Hoffnungen auf den Neustart des Down Under als PeopleÂŽs Club sind vor allem so hoch, da der Club nun von Artur von Trevamassive betreut wird. Er veranstaltet schon genau so lange wie wir und hat dementsprechend Ă€hnliche Erfahrungen gemacht. Wenn er und alle Beteiligten ihre Aufgabe gut erledigen, könnte ein Traum wahr werden. Es ist großartig, dass es in Trier nun wieder einen Club gibt, den jemand leitet, bei dem nicht nur Herzblut ĂŒber Profit geht, sondern der auch noch selbst aktiv unter Ă€hnlichen Vorzeichen veranstaltet.
Freitags wird es im Down Under unter dem Rahmen „ĂŒberclub“ verschiedene elektronische Partyformate geben. Die Chancen, den Freitag zu einer festen Anlaufstelle fĂŒr ein bestimmtes Publikum zu machen, stehen gar nicht so schlecht. Das D.U. ist zwar ein eher kleinerer Club, aber im Sommer nutzen wir die wunderschöne Möglichkeit, auf dem angeschlossenen Beach Club einen chilligen Outdoor-Floor anzbieten.

Mit schöner RegelmĂ€ĂŸigkeit wird es an jedem 2. Freitag im Monat „tempo90-Sound“ geben. In Mai, Juni & Juli prĂ€sentieren wir unter dem Banner „Colours of Drum&Bass“ unterschiedliche Subgenres unseres Lieblingssounds. NĂ€heres bald hier!

P.S. WĂŒrde thematisch zwar passen, aber warum wir nicht stattdessen einmal im Monat das Forum-Studio bespielen, erklĂ€r ich ein ander mal 😉

30. MĂ€rz 2007 | blablablub |

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