Leichenfledderer im Geldinstitut

„Die Bank“ ist eine stadtbekannte Marke. ErwĂ€hnt jemand in Trier im Kontext des Nachtlebens „die Bank“, denkt jeder, der lĂ€nger als 2 Jahre in dieser Stadt weilt, an die „Idealbank“, eine Ausgehoase in der Christophstraße, die inzwischen leider ausgetrocknet ist und fĂŒr die sich bis heute kein wĂŒrdiger Nachfolger gefunden hat.

Derzeit prangt von Triers realen und virtuellen WĂ€nden ein Logotype: „Die Bank“. Wer dabei an die Idealbank denkt, wird bitter enttĂ€uscht. Es geht um ein Off Location-Event in der ehemaligen Landeszentralbank. Wenn man ein solches auf die Beine stellen kann (chapeau), dann ist man sicher auch in der Lage, sich ein eigenes Motto auszudenken. „Die Bank“ zu wĂ€hlen, ist nur schnöd kalkulierte Leichenfledderei.

Dass die fĂŒr diese Veranstaltung Verantwortlichen z.B. mit dem von Petrus widerholt böse abgestraften Bit Sun Beach und anderen AktivitĂ€ten dafĂŒr sorgen, dass in Trier was geht, ist unbestritten. FĂŒr diese Aktion gibts aber 10.000 Miese aufÂŽs Stilkonto.

14. September 2008 | blablablub |

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Down Under geschlossen – alle Parties abgesagt

Großartig! Am gestrigen Abend erreichte mich die Nachricht, dass das D.U. ab sofort geschlossen ist. Offensichtlich wurde eine einstweilige VerfĂŒgung erlassen, da keine gĂŒltige Konzession fĂŒr den Clubbetrieb vorliegt.

D.h. unsere Geburtstagsparty kommende Woche wird ausfallen. Eine Ersatzlocation aufzutreiben scheint auf die Schnelle nicht möglich, insb. da sich 2/3 von t90 nicht in Trier befinden.

Ich schreibe das hier aus einem InternetcafĂ© in Wien. Die ganze Aktion ist total frustrierend. Wir und viele andere haben einiges an Engagement in den Laden gesteckt und stehen nun ohne eigenes Verschulden vor einem Haufen Scherben und locker 1000€ Kosten, die bereits in die Vorbereitung allein unserer Parties geflossen sind. In den vielen Jahren Veranstalter-AktivitĂ€ten habe ich ja schon vieles erlebt und mitgekriegt, aber das ist echt die Krone.

tempo90 ist also heimatlos. Ob, wann und wie wir weitermachen steht noch in den Sternen. Im Moment hab ich vom Party-Biz gehörig die Schnauze voll.

Update 13.3.: Interview bei hunderttausend.de

8. MĂ€rz 2008 | blablablub |

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7 Jahre tempo90 feat. Henree & Kemo MC – FÄLLT AUS

7jahreblog.jpg

7 Jahre tempo90!

Special Guests:
Henree (Soul:R, Sound-Trax, Phunkfiction)
Kemo MC (Soul:R, Digital Soundboy, Unique)

Resident DJs:
Myom (tempo90, Trier)
Semuta (tempo90, Trier)
Flextronic (tempo90, Trier)

Samstag 15.03.08
23:00 Uhr
AK 5 Euro

Down Under-Club
Neustr. 56, 54290 Trier

Mit leichter VerspĂ€tung feiern wir nun im MĂ€rz unseren 7. Geburtstag nach. Die seriösen Infos zu unseren GĂ€sten findet ihr in der offiziellen Party-AnkĂŒndigung auf tempo90.de. Hier nur soviel: Wir freuen uns mĂ€chtigst auf die beiden. Gute MCs sind im D&B ja Ă€ußerst rar und Kemo ist wirklich eine Bereicherung, besonders fĂŒr Henrees geniale Sets, mit dem er oft zusammen performt. (edit: Gerade ist ein neues Interview mit Kemo bei Future Music erschienen).

Die Nennung von Shy FXŽs Digital Soundboy-Label in KemoŽs Credits kann ja in Trier inzwischen leicht eine Verwechslung mit dieser Party auftreten Deshalb sei nochmal explizit erwÀhnt, dass das eine nichts mit dem anderen zu tun hat.

Statt Eigenlobhudeleien findet ihr unser ResĂŒmee der letzten 7 Jahre auf der Innenseite des 4-Seiter-Flyers zur Party (klick zum VergrĂ¶ĂŸern) 😉

7jahre_flyer_innen_websmall.gif


Plakat

Flyer-Vorderseite

12. Februar 2008 | Events, tempo90-Events |

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16vor: Exhaus muss an Konzerten sparen

Schon vor Wochen geschehen, aber was sollÂŽs. Zu einem Artikel auf 16vor ĂŒber die neueren Entwicklungen im Kulturbereich des Exhaus habe ich einen Leserbrief verfasst:

16 vor – Nachrichten aus Trier | Exhaus muss an Konzerten sparen

Da wir ja mit t90 eine ganze Weile im Ex waren, immer mal wieder dort aufspielen und ich einige dort involvierte kenne, musste ich da einfach was zu sagen.

Wohl einer der diskutierteren Artikel auf 16vor.

11. September 2007 | blablablub |

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Que pasa?!? Ein Nachtrag zur ausgefallenen Party

Ich muss nochmal eine ErgÀnzung zu meiner ersten Stellungnahme abliefern.

Denn wie ich inzwischen erfahren habe, haben am letzten Freitag wohl auch weitere LĂ€den (u.a. die Produktion) den gleichen Besuch von den ordnungshĂŒtenden Freunden & Helfern bekommen. Auch dort wurde die gleiche „BegrĂŒndung“ angefĂŒhrt.

Unfassbar!

Nochmal rekapitulieren: Ohne mit jemand Verantwortlichem gesprochen zu haben, fordert bei laufender Veranstaltung ein Polizeibeamter die DJs und Veranstalter auf, die Musik auszuschalten, da es „keine Genehmigung“ gĂ€be. Da sich von den Veranstaltern keiner mit Konzessionen & Co. auskennt, gehorcht man dem aufgebrachten Menschen. Bis dann die GeschĂ€ftfĂŒhrung vor Ort ist, um die Sache zu klĂ€ren – es liegen alle erforderlichen Genehmigungen vor – sind die GĂ€ste lĂ€ngst gegangen und die Party gelaufen.

Und das gleich in mehreren Diskotheken. Aber natĂŒrlich nicht in allen.

Wenigstens: Als am Samstag wieder (wenn auch andere) Beamte vor dem D.U. auftauchten, reichte ein kurzer Wortwechsel mit den anwesenden AnwĂ€lten, um die Veranstaltung ungestört und ordnungsgemĂ€ĂŸ durchfĂŒhren zu können.

Die bereits zuvor aufgeworfene Frage bleibt: Von welchem Hafer wurde der Amtsschimmel bgestochen?

17. August 2007 | blablablub, Event-Reviews |

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Zur ausgefallenen Party vom 10. August

>>> siehe update oben! <<<

Fast 7 Jahre mussten wir darauf warten, jetzt war es endlich soweit: Eine unserer Parties wurde durch polizeiliche Intervention abgebrochen. Damit sind wir endlich im Olymp der Underground-Helden angekommen und werden irgendwann so populĂ€r wie Daft Punk, die schon 1997 die Hipness von VorfĂ€llen ĂĄ la „Stop the music and go home“ in ihrem Video zu „Revolution 909“ kultiviert haben: YouTube Preview Image

Was man also eigentlich besser gar nicht erzĂ€hlen wĂŒrde ist, dass das Ganze mit uns als Veranstaltern ĂŒberhaupt nichts zu tun hatte. Noch nicht mal zu laut waren wir. Ihr dĂŒrft uns aber trotzdem gerne deswegen fĂŒr ganz besonders cool und undergroundig halten 😉
Zu den Fakten (mein Kenntnisstand unmittelbar nach dem Non-Event):

Gegen 0.40h stand plötzlich ein Polizeibeamter im Clubbereich, kam auf Flextronic am DJ-Pult zu und forderte nicht gerade dezent: „Musik aus… sofort aus“ usw. Der Ausschank könne weitergehen, aber fĂŒr die Tanzveranstaltung fehle eine „Genehmigung“.
In der Hand hatte er ein offiziell wirkendes Schreiben, das er aber nicht vorzeigen musste, geschweige denn wollte: Schließlich sind wir ja nur die Veranstalter und nicht etwa GeschĂ€ftsfĂŒhrer oder Besitzer des EmuÂŽs / Down Under (nicht Artur von Trevamassive). Diese konnten erst nach einer Weile ein GesprĂ€ch mit den Beamten aufnehmen.

Danach erklĂ€rten sie uns in etwa Folgendes: Es sei seitens des Ordnungsamts eine VerfĂŒgung vorlegt worden, die die DurchfĂŒhrung der Tanzveranstaltung untersage. Grund: Ein vor einigen Wochen erstelltes Gutachten ĂŒber eine erweiterte LĂ€rmschutzmaßnahme liege beim Amt zwar schon vor, sei aber noch nicht abschliessend genehmigt. Nach eingeholter Rechtsauskunft sei die VerfĂŒgung nicht rechtskrĂ€tig, hieß es von den DU-Besitzern. Es bestĂŒnden gĂŒltige Konzessionen und wir könnten eigentlich weitermachen.

Seit dem Ersterben der Musik, waren inzwischen 45 Minuten vergangen, fast alle GĂ€ste hatten den Club verlassen (Eintritt rĂŒckerstattet) und einige mehr waren an der TĂŒr abgewiesen worden. Aufgrund der fĂŒr uns unklaren UmstĂ€nde und des inzwischen leeren Clubs haben wir vom Vorschlag der GeschĂ€ftsfĂŒhrung abgesehen, die Party nochmal neu zu starten. Tags darauf, am Samstag, soll zur letzten Party vor der Sommerpause wieder geöffnet werden.

So weit, so unklar.

Schade. Gerade vor 4 Tagen haben sich alle Veranstalter des DU getroffen und in einer Runde von ca. 30 Leuten geplant, was in der kommenden Saison alles gemacht wird. NatĂŒrlich wird es weitergehen, aber es fallen einem doch unschöne Geschichten aus anderen StĂ€dten ein, wie z.B. die langwierigen behördlichen Auseinandersetzungen des Frankfurter Ordnungsamt mit dem Space Place (siehe hier oder besser noch: neueres Interview mit Betreiber ab S. 7;).
Noch kann ich nicht so genau beurteilen, von welchem Hafer der Trierer Amtsschimmel gestochen wurde. Doch nicht nur aufgrund des enthaltenen Datums ein, wie ich finde, passender Text zu dem Vorfall:

Kurt Tucholsky (1931): Deutsches Chaos

10. August

Das fĂŒr heute frĂŒh 8.30 Uhr angesetzte Chaos ist durch eine Notverordnung der Regierung auf morgen verschoben worden.

11. August

Heute 8.30 Uhr ist das Chaos ausgebrochen (Siehe auch Letzte Nachrichten). Das Chaos wurde durch eine Rede des Reichskanzlers sowie durch einen kurzen, kernigen Spruch des ReichsprĂ€sidenten Hindenburg eröffnet. Der preußische MinisterprĂ€sident Braun fĂŒhrte in seiner Chaos-Rede aus, dass Deutschland auch fĂŒrderhin.
Das bayerische Chaos brach erst um 9.10 Uhr aus.
[…]

12. August

Heute hat das Reichs-Chaos-Amt seine Arbeit angetreten. Jedes Chaos (sprich: Chaos) bedarf demnach einer besonderen Chaos-Ausbruchs-Genehmigung durch das Reichs-Chaos-Amt, einer NachprĂŒfung durch das Reichs-Chaos-Nachschau-Amt sowie durch die einzelnen Chaos-LandesĂ€mter. […]

>> Volltext zum Weiterlesen

11. August 2007 | blablablub, Event-Reviews |

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Dubstep in Trier – Bass ist los?

Das neue Ding aus London heißt Dubstep. Ganz Europa schielt neidisch auf die elektronischen Revoluzzer in Brixton. Der neue Style ist am Freitag (29. Juni) erstmals auf einem Trierer Dancefloor zu erleben.

Den Bericht von Jörg Halstein fĂŒr hunderttausend.de kann man hier lesen!

Kleine Anmerkung zu dem ansonsten gelungenen Beitrag: „Erstmals auf einem Trierer Dancefloor zu erleben“ war Dubschlepp am 11.11.2005 (Helau!). Als wĂŒrden wir hier erst mit dem Sound aufwarten, nachdem Intro, Arte und you-know-who schon auf den Stil aufmerksam geworden sind 😉 Gedreht hat die Scheiben damals auch schon Herr Flex.
Der Beleg-Flyer:

siehe Beitrag hier

und Review hier.

29. Juni 2007 | Music-Tipps |

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