Ein gutes altes Konzert, bei dem „Rolling Stones“ als Größtes auf dem Plakat steht, wo dann aber nur der olle Gitarren-Roadie aus den 1960ern rumzupft und krächzt, würde wohl zünftig auseinandergenommen und der Veranstalter an eine Harley gekettet die A1 entlang geschleift. Scheiss-Idee also für Konzertveranstalter, aber leicht abgewandelt ein 1A-Trick für Clubbetreiber. Denn da gilt zweierlei: Keiner merkt´s – „ist ja alles nur Bumm-Bumm“, da hat Mama wohl Recht gehabt. Oder keinen stört´s – zumindest will sich keiner die Anhängerkupplung am gerade frisch geleasten Sportwägelchen versauen.

In Clubs gibts ja jede Menge herrlicher Tricks für volle Häuser, z.B. mit Musikrichtungen zu werben, die DJs dann aber anzuhalten, diese doch bitte gar nicht zu spielen. Beliebt ist auch, am selben Abend in zwei weiiiiiit auseinander liegenden Clubs ein DJ-Team anzukündigen (z.B. Leck-Sie und Gay-Paul – Name von der Red. geändert) und dann legt einer hier und der andere dort auf. Das ist zumindest für Anhänger des rationalistischen Glaubens alles noch erklärbar, da lukrativ: Große Namen, Hunderte von Menschen, Tausende von Euro. Kreative Realitätsauslegung die sich lohnt!

Was aber nicht auszahlt, ist die Tricks der Meister stümperhaft zu kopieren. Z.B. als Türsteher vergangenen Freitag auf die Frage: „Wer legt denn heute auf?“ mit „Einer von tempo90“ geantwortet, aber NICHT vor der Produktion gestanden zu haben. Mal ehrlich: Dass der Frager uns überhaupt kannte war Glück, dass er uns gleich persönlich kannte Pech. Und dass so dann 21 statt 20 Leute in dem Laden waren, hat dem Bock doch auch kein Fett auf die Rippen gezaubert. Besser gleich die Stones ankündigen: Think big!

Anyway, wir kommen die Gage dann mal die Tage abholen. Aber immer dran denken:

Wer tempo90-DJs nachmacht oder verfälscht oder nachgemachte oder verfälschte tempo90-DJs sich verschafft und in Verkehr bringt, wird mit übler Nachrede nicht unter zwei Jahren bestraft.

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