Podcasts sind ja nicht nur was für Fashion-Victims mit den Apple-Kistchen, auch wenn Apple schon fröhlich Anbieter verklagt, die den Begriff benutzen und die Jünger in den Wikipedien die Ethymologie des Wortes zugunsten ihrer Lieblingscompany umschreiben. „Podcast“ wird ja mittlerweile inflationär für jedweden Audiodownload gebraucht. (Durfte neulich nochmal den Vortrag einer Company erleben, die ihre 08/15-Downloads jetzt als Podcasts anpreisen. Neues Geschäftsmodell durch Buzzwords … :roll:).
Für mich zählen zu Podcasts nur Angebote, die a) per RSS-Feed abonniert werden können, wo also Content zum Empfänger kommt und nicht jedesmal von der Website gepullt werden muss und b) mehr oder minder regelmässig veröffentlicht werden.
Hier sind also keine einzelnen Mixes verlinkt, sondern abonnierbare Angebote, die in gewissen Abständen neues Ohrfutter auf den Rechner spülen. Verlinkt sind immer die Homepage und der RSS-Feed, manchmal gibts auch noch alternative Subscription-Möglichkeiten auf der Homepage. Gibt wohl keinen aktuellen Player, der Podcast-Abos nicht unterstützt.
Tip für Winamp benutzende Jungs & Mädchen: In den neuen Winamp-Versionen gibts in der Media-Library links im Menü den Punkt Shoutcast-Wire. Da Subscriptions anklicken und rechts mit Add den Link zum Feed einfügen – voilà.

>> Solid Steel: Feed + Home
Einmal wöchentlich und schon bei Nr. 45 angelangt: Querbeet-Electronica, HipHop, Funk und alles was recht ist. Der Podcast besteht immer aus der ersten Hälfte der Solid-Steel-Radioshow aus dem Hause Ninja Tune. Immer feinste DJs, neben Resident DK waren jüngst z.B. Mr Scruff und Kid Koala dabei. Sehr schön fand ich Nr. 44 mit Zero DB. Tracklists auf der Homepage.

>> Big Dada: Feed + Home
Feines Angebot aus der Labelheimat von Roots Manuva, Ty, Diplo u.a. – HipHop-Electronica at its best. Gibt erst eine sehr gute Show, mal sehen was noch kommt.

>> Aquasky: Feed + Home
Seit den frühen 90ern dabei, angefangen mit Breakbeats, dann jahrelang nur D&B, inzwischen nur noch NuBreaks. Dort haben sie die Richtung der „Bassline-Breaks“ mit D&B-Soundästhetik begründet, denen sie inzwischen ziemlich den Rücken gekehrt haben und nun weitgehend funky-housigeren Stuff produzieren. Das bewegte Treiben lässt sich in einem Archiv von über 20 Shows nachvollziehen, darunter einige Perlen von Aquasky-Mate Turner, die anhand von Tracks von 91 bis 93 die Enstehungsgeschichte von Jungle & D+B verdeutlichen.

>> John B: Feed + Home
Es gibt wohl keinen, der im D&B so polarisiert und den man ohne Angst vor Fomulierungsschwächen enfant terrible nennen darf: Von Puristen für seine Stilbrüche und sein exzentrisches Auftreten gehasst, mixt er fröhlich D&B mit Peaches, erstellt haufenweise eigene Remixes von alten 80er-Tracks und neuem Elektroclash-Stuff und scheut sich auch nicht vor puren Electrohouse-Sets. Gern mal cheesy aber immer mit Humor bei der Sache. Der neueste November-Podcast ist Pflicht!

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