tempo90 feat. Breakslinger @ produktion, 30.03.2007 – Review

Schön war´s! Die Semesterferien haben keine dramatischen Auswirkungen auf Besucherzahlen gehabt und es ging ja sogar mal etwas früher los, anscheinend hat der verbilligte Eintritt vor 0.00h wirklich funktioniert. Viele neue Gesichter waren da, zumindest kam´s mir so vor.
Breakslinger hat feinstens gerockt, etwas rauerer Sound als erwartet, aber das war ja so der allgemeine Trend des Abends. Kein Wunder, wenn unser aller Flextronic für das „WarmUp“ verantwortlich gemacht wird und schon mal gut losbretzelt 🙂
Und es gab natürlich erste Reaktionen darauf, dass wir jetzt monatlich im Down Under und nur noch 2 mal im Jahr am Dom residieren. Statements gingen von Erstaunis („Läuft doch gut hier!“) bis zu vollster Zustimmung („Das Beste was ihr machen könnt.“). Eine Erklärung gibts ja hier im Blog zu lesen. Ich denke mal, dass die Gründe verstanden werden und ihr auch unter neuem Zeichen mit uns feiert.

2. April 2007 | Event-Reviews |

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Goodbye Produktion – Welcome to Down Under

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4 Jahre waren unsere feste Residenz in Produktion am Stockplatz, Palais am Dom und Produktion am Dom (kurz „die Ps“, hinter denen der selbe Verein steht / stand, falls jemand den Zusammenhang nicht erkennt). Ab Mai werden wir unsere Plattenkisten einmal im Monat in einen anderen Keller tragen und zwar in die Neustrasse 56 ins Down Under (der Club unter dem Emu´s).
Aber vom Dom ziehen wir uns nicht völlig zurück: Geplant ist, in der Produktion ca. 2 Events pro Jahr in der Größenordnung des Storm-Gigs vom Januar zu machen.

Da es in der Vergangenheit schon ab und an mal zu kuriosen Gerüchten über Veränderungen bei tempo90 gekommen ist (hätte nie gedacht, dass sich da jemand groß Gedanken drum macht), werd ich hier mal kurz die Frage nach dem Warum beantworten.Es gibt 3 wesentliche Gründe:

Größe:

Die Produktion am Dom ist sehr groß. Selbst 3-400 Leute können sich da sehr schnell verlieren, besonders wenn man auch noch wie wir den 2. Floor betreibt. Dementsprechend ist der Druck sehr hoch, viele Leute auf die Party zu bekommen. Und bei so einer Nischenmusik wie D&B ist das bei jedem mal eine erneute Aufgabe. Und wir werden ja auch nicht jünger 🙂

Kontext:

Ein mindestens genau so wichtiger Punkt ist, dass wir immer so ein bißchen die Vegetarier im Steakhaus waren. In der alten Produktion am Stockplatz ging es aufgrund vieler Fremdveranstalter noch etwas bunter zu. Nach der Neueröffnung der Produktion am Dom seit letztem Oktober sollte es eine programmatische Erneuerung geben, der Freitag zum Anlaufpunkt für ein „undergroundiges Publikum“ werden.
Inzwischen wird dort aber im Zuge des verdienten Erfolgs des Panic Club gleich an allen Freitagen die Indie-Kuh gemolken. Da passen wir also schon stilistisch nicht mehr so ganz hin. Auch aufgrund dieser Entwicklung sind unsere Hoffnungen geschwunden, dass sich nach dem Neustart der Produktion seit letztem Oktober auch die Bedingungen für club-orientierte Veranstaltungen verbessern.
Wir haben in den Produktionen und im Palais am Dom wohl so ca. 30 Parties gemacht, dabei Skeptiker in der Belegschaft zu treuesten Fans bekehrt, großartige Musik mit unseren Gästen erlebt … es war schön! Aber wie hieß noch unser Partymotto von 2003: Bewegung tut gut!

Die vielversprechende Alternative:

Nach 2 Jahren Exhaus und 4 Jahren in den Ps startet nun eine dritte Phase. Unsere Hoffnungen auf den Neustart des Down Under als People´s Club sind vor allem so hoch, da der Club nun von Artur von Trevamassive betreut wird. Er veranstaltet schon genau so lange wie wir und hat dementsprechend ähnliche Erfahrungen gemacht. Wenn er und alle Beteiligten ihre Aufgabe gut erledigen, könnte ein Traum wahr werden. Es ist großartig, dass es in Trier nun wieder einen Club gibt, den jemand leitet, bei dem nicht nur Herzblut über Profit geht, sondern der auch noch selbst aktiv unter ähnlichen Vorzeichen veranstaltet.
Freitags wird es im Down Under unter dem Rahmen „überclub“ verschiedene elektronische Partyformate geben. Die Chancen, den Freitag zu einer festen Anlaufstelle für ein bestimmtes Publikum zu machen, stehen gar nicht so schlecht. Das D.U. ist zwar ein eher kleinerer Club, aber im Sommer nutzen wir die wunderschöne Möglichkeit, auf dem angeschlossenen Beach Club einen chilligen Outdoor-Floor anzbieten.

Mit schöner Regelmäßigkeit wird es an jedem 2. Freitag im Monat „tempo90-Sound“ geben. In Mai, Juni & Juli präsentieren wir unter dem Banner „Colours of Drum&Bass“ unterschiedliche Subgenres unseres Lieblingssounds. Näheres bald hier!

P.S. Würde thematisch zwar passen, aber warum wir nicht stattdessen einmal im Monat das Forum-Studio bespielen, erklär ich ein ander mal 😉

30. März 2007 | blablablub |

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L I C H T U N G – Installation mit 1.228.800 Pixeln – Café Lübke 25.3.-8.4.

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Freunde der additiven Farbmischung können sich ab Sonntag bei „LICHTUNG“ im Café Lübke an einem optischen Buffet erfreuen. 1.228.800 wechselnde Pixel finden sich dort feinsäuberlich auf 20 Metern Projektionsfläche platziert.

Start des Photonen-Spektakels ist
Sonntag, 25.03.2007, 18:30h im Café Lübke
Installation – Hilario Regueiro Lopez, Lars Becker, Andreas Hybel

Die Installation ist bis zum 08.04.2007 immer von Di-So ab Anbruch der Dunkelheit zu sehen.

22. März 2007 | blablablub |

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ultrafunk 07.04.2007 @ Sansibar, Koblenz

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ultrafunk vol.16

Samstag 07.04.2007 ab 23 h
Sansibar, Münzstr. 16a – KOBLENZ – Altstadt

LIVE:
MASSIVE BASS (live drums, e-guitar & samples) – Saarbrücken
DJs:
MYOM (tempo90) – Trier
G.I.D. (ultrafunk, groovalistic) – Koblenz

Nach dem fulminanten Auftakt in der Sansibar legt DJ G.I.D. gleich kräftig nach.

Frühlingsgefühle werden wach. Zur ultrafunk-spring-break-night sind gleich zwei Gäste eingeladen. Massive Bass ist ein einzigartiges drum’n’bass Projekt. Seit 2001 ist die Symbiose zwischen live performter Schlagzeug-Virtuosität und Studio produzierter Elektronik-Tonwelten das Merkmal der 180bpm Trommelshows. Wenn Schweiß zu Liquid-Sounds tropft und Füße zu treibenden Beatz stampfen dann kickt massivebass die Party, Massive Bass wird heute Nacht mit Live Guitarsounds von Klaus Kihl verstärkt.

Als zweiten Gast darf man MYOM aus Trier willkommen heissen, MYOM treibt seit Jahren sein Unwesen in Trier als Drum’n’Bass wie auch Breaks DJ, weiterhin ist er als erfolgreicher Party Veranstalter tätig. Heute wird er mit uns eine Mixtur aus beiden Lagern celebrieren. Zu alledem wird sich selbstverständlich DJ G.I.D. gesellen und einen neuen Mix aus Nu DubBreaks, Nu Skool Elektro und Urban Funk Breaks darbieten. Let the Show begin!

Free ultrafunk Mix Cds for first 20 guests!!!

Eintritt 4,- Euro

10. März 2007 | Events |

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Boom Tschak – Webradio-Show #3

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Ich werde mich bald für ein paar Wochen am kubanischen Sandstrand räkeln (deshalb gibts auch keine Party im Februar) und schon mal den Sommer einläuten. Und da dachte ich, ich hinterlasse euch einen Mix aus „Latin-Drum&Bass“, damit der Strand wenigstens in die Köpfe kommt. Ich hab dann entdeckt, dass ich einen solchen schon mal für nen Freund aufgenommen hab, der ganz schön geworden ist, aber außer ihm noch niemandem zu Gehör gekommen ist. Also hab ich einfach faulerweise den für die Show genommen. Ist zwar schon etwas älter und enthält einige Clubhits, die D&B-Headz nicht mehr hören können, aber Boom Tschak ist ja explizit nicht nur für Szenefreaks 🙂

Stream bei hunderttausend.de (jetzt online!)

Tracklist –> » Weiterlesen »

15. Februar 2007 | Webradio & TV |

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tempo90 feat. Breakslinger @ produktion, 30.03.2007

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Drum&Bass Floor:
Breakslinger (Roadblock Rec.)
Myom (tempo90)
Semuta (tempo90)
Flextronic (tempo90, Skud / Tyke)

Minimal Floor:
Heib (Kompakt)
Massju (Weird and Wired)

Produktion am Dom, Trier
30.3.2007 ab 23.00 uhr
3 euro vor, 5 euro nach 0.00h

Auch im März haben wir feine Gäste auf 2 Floors am Start:

Auf dem D&B-Floor steht neben den t90-Residents der DJ & Producer Breakslinger von Roadblock Recordings an den Decks. Neben Releases bei Roadblock hat er beim führenden russischen D&B-Label Respect-Family veröffentlicht und einen Remix zum Album der Indie-Pop-Band Sansara beigesteuert.

Als ein Highlight seiner DJ-Karriere hat er auf der „Russian Drum’n’Bass Convention“ in St. Petersburg mehrere Tausend Leute gerockt. Mehr Info auf der Homepage von Breakslinger

Auf dem allerfeinsten Zweitfloor steht neben Heib von Kompakt ist diesmal Massju (Weird and Wired) an den Plattentellern für geradere Beats verantwortlich. Mehr Info bei Massju @ myspace

Das Artwork zur Party ist natürlich eine kleine Anspielung auf den blauen Hirsch, das Logo der Kulturhauptstadt 2007. Macht unser brauner Robohirsch Trier zur Subkulturhauptstadt 2007? Wohl eher nicht. Checkt das Plakat und Flyer Front und Back.

10. Februar 2007 | Events, tempo90-Events |

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6 Jahre tempo90 feat. DJ Storm – 29.01.2007 – Review

YouTube Preview Image

„Wahnsinn“ – „Monsterparty“ – „Genial“ – „Gigantisch“ …. so und ähnlich sind die Reaktionen der Gäste, „wicked people!“ war Storm´s Fazit zum Abschied. Danke an alle! (Bitte bitte: Wer noch ein paar nette Fotos gemacht hat, her damit).
Eine Videoreview inklusive Interview mit Storm, sowie einiger Liveeindrücke der Party gibts bei hunderttausend.tv (watch@youtube). Hier aber erstmal mein persönlicher und lokal-gefärbter Blick auf eine der besten tempo90-Parties:

29.01.1997: Drum&Bass hat gemessen an kommerzieller Verbreitung und einhergehendem Medieninterese gerade eine Hochphase: Verschiedene Künstler veröffentlichen auf Major-Labels, auf MTV laufen Roni Size´s Brown Paper Bag und andere „Hits“. Im Zentrum der Aktivitäten stehen auch Goldie´s Label Metalheadz und die daran angeschlossenen Künstler.

Zwei dieser DJs wagt auch ein Trierer Veranstalter in einen kleinen Club in der Luxemburger Straße zu buchen: Kemistry & Storm auf ihrer ersten großen Deutschland-Tour. An einem Mittwoch Abend füllt sich der kleine Club unter anderem auch mit dem Schreiber dieser Zeilen, der mit seiner arschlangen Mähne eher wie ein „Metal-Head“, als ein Clubgänger aussieht.

Am nächsten Tag bleiben mehr als verknotete Beine und Muskelkater zurück. Da ist etwas Besonderes an Drum&Bass, das ich unbedingt an Andere weitergeben will. Auch diesem Schlüsselerlebinis ist der Entschluss zu verdanken, Platten nicht nur systematischer zu kaufen, sondern diesem Sound in Trier eine Heimat zu geben, denn der beschriebene Gig blieb leider eine einmalige Angelegenheit. Um das in Trier nochmal zu erleben, muss man eben selbst ran: Erste eigene Parties werden organisiert, die aber zunächst über Friends & Family hinaus niemanden interessieren. Erst 4 Jahre später gelingt es unter dem Label „tempo90“ mehrere Hundert Menschen zu einer D&B-Party zusammen zu bringen.

26.01.2007: Drum&Bass hat zwar seine Spuren hinterlassen, spielt aber im Mainstream keinerlei Rolle mehr. Dennoch existiert eine lebendige, weltweite Szene, die nicht zuletzt durch das Internet stärker zusammengewachsen ist. Mit tempo90 haben wir über die Jahre eine feine Fangemeinde missioniert, der wir zum Geburtstag etwas ganz Besonderes liefern wollen: DJ Storm, auch 10 Jahre später immer noch eine der ganz Großen, aber seit dem tragischen Autounfall von Kemistry 1999 alleine unterwegs.

Die Location füllt sich früher als gewöhnlich und schon bei unseren Warm-Up-Sets wird heftig getanzt. Als Storm um ca. 1.30h beginnt, gibt´s in dem knackig gefüllten Laden kein Halten mehr. Über ganze 3,5 Stunden baut Storm ein grandioses Set auf. Nicht nur an der Länge ihres Sets merkt man, dass sie Spaß hat. Dass sie mit Herzblut bei der Sache ist, kann man ihr ansehen. Gegen die vielen überspringenden Funken ist Silvester ein schwarzes Loch.

Es war ein wirklich genialer Abend der mir persönlich in Sachen Herzblut nochmal einiges klar gemacht. Wir haben das Ganze zu dritt auf die Beine gestellt und es ist einfach toll zu merken, dass das geht. Da wir alle auch unsere „normalen Leben“ führen, ist das sicher eine anstrengendere Sache, als sich die meisten so vorstellen. Es gibt trotz Routine vieles, was schief gehen kann und manches tut es auch immer.

Wenn die Party dann funktioniert, kompensiert das die Anstrengungen und den Frust: Die Tanzfläche ist dicht bevölkert und es gibt kaum jemanden, der nicht tanzt. Es wird nicht nur herumgestanden. „Music takes you“ heisst ein Klassiker. Drum&Bass macht das mit den Leuten. Und braucht keine drogen-induzierten Ohren, um zu funktionieren. Drum&Bass ist und bleibt die beste Musik, um ungezwungen und so wie man ist allen Stress zu vergessen, los zu lassen und ungezwungen zu feiern. Und in Trier immer wieder Fenster zu öffnen, in denen das möglich ist, ist eine schöne Mission.

Ich hoffe, dass es einigen genauso wie mir vor 10 Jahren ergeht und die Party vielen ein außergewöhnliches Erlebnis bereitet hat, das noch lange nachhallt. Und vielleicht wird jemand daran anknüpfen, wenn die alten Damen und Herren von tempo90 irgendwann mal mit dem ganzen Wahnsinn aufhören.

29. Januar 2007 | blablablub, Event-Reviews |

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