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Der Mix auf Soundcloud
Der Mix auf Mixcloud

Hier ist der Mitschnitt meines Livestreams vom 27. März 2021. In dem Mix habe ich die Tracks zu rekonstruieren versucht, die ich bei unserer ersten tempo90-Nacht am 21. Januar 2001 im Exhaus in Trier gespielt habe.

Bei einigen Platten bin ich mir absolut sicher (z. B. die Eröffnung mit Space Age, Coded Language …). Andere habe ich abgeleitet aus meiner damals noch kleinen Vinylsammlung und meiner damals liebsten Art von Drum’n’Bass. Es sind immer noch großartige Tracks (vom Sound teilweise abgesehen). Neurofunk war noch neu und tatsächlich funky. Die Soundästhetik damals war vom euphorischen, futuristischen Aufbruch des gerade angebrochenen Jahrtausends geprägt.

Dieser Mix nun hat aber tatsächlich wenig mit dem zu tun, was ich in der Nacht damals wirklich fabrizierte. Zuvor hatte ich nur vor sehr kleinem Publikum von maximal 30-40 Leuten in kleinen Venues gespielt. Diesmal waren es wahnsinnige 10 Mal so viele und ich spielte das erste Set nach dem Warm-up. Meine Hände zitterten so stark, dass es schwierig war, den Tonarm zu bedienen und die Nadel auf die Platte zu setzen. Jeder DJ hat seine Geschichte, wie er den großen Unterschied zwischen dem Mixen zu Hause und dem Spielen auf einem großen System vor einer großen Crowd lernen musste. Es gab kein Monitoring, nur irgendein schäbiges Mischpult, meine Kopfhörer waren nicht laut und klar genug. Oh und so viel Nebel und Stroboskop, dass sogar das Sehen schwierig war. Und meine Mixingskills waren zu der Zeit sowieso noch recht basic. Manchmal habe ich im Breakdown einfach übergeblendet und sicher einige Übergänge richtig verpatzt. Meine Emotionen schwankten zwischen dem schieren Schrecken, unter diesen schwierigen Umständen auftreten zu müssen und der puren Euphorie, als ich merkte, dass die Leute die Musik wirklich mochten und bei jedem Drop durchdrehten.

So abgedroschen das klingt, diese Nacht im Trierer Exhaus änderte mein Leben, denn ohne sie hätte ich nicht den Pfad als DJ (und Promoter) in der Art eingeschlagen. Mir wurde klar, dass diese Art auf der Bühne zu stehen und „Musik zu machen“ ganz fantastische Flow-Erlebnisse bereithält.


Here is the recording of my livestream from March 27, 2021. In the mix I tried to reconstruct the tracks I played at our first tempo90 night on January 21, 2001 at Exhaus in Trier.

For some records I am absolutely sure (e.g. the opening with Space Age, Coded Language …). Others I derived from my then still small vinyl collection and my then favorite kind of drum’n’bass. They are still great tracks (apart from the sound to some extent). Neurofunk was still new and actually funky. The sound aesthetic back then was characterized by the euphoric, futuristic awakening of the millennium that had just dawned.

This mix, however, has little to do with what I really produced that night. Before, I had only played in front of very small audiences of maximum 30-40 people in small venues. This time it was an insane 10 times as many and I played the first set after the warm-up. My hands were shaking so badly that it was difficult to operate the tone arm and put the needle on the record. Every DJ has their story of learning the big difference between mixing at home and playing on a big system in front of a big crowd. There was no monitoring, just some shoddy mixer, my headphones weren’t loud and clear enough. Oh and so much fog and strobe that even seeing was difficult. And my mixing skills were still pretty basic at that time anyway. Sometimes I just crossfaded in the breakdown and I’m sure I really messed up some transitions. My emotions fluctuated between sheer terror at having to perform under these difficult circumstances and pure euphoria when I realized that people really liked the music and went nuts on every drop.

As trite as it sounds, that night at Trier’s Exhaus changed my life, because without it I wouldn’t have taken the path as a DJ (and promoter) in the way I did. I realized that this way of standing on stage and „making music“ holds quite fantastic flow experiences.

01 Teebee – Space Age [Certificate 18]
02 Teebee – Human Reptile [Subtitles]
03 Matrix – Apache [Virus]
04 Special Forces – Someting Else / Bleeps Tune (Photek Rmx) [Photek Productions]
05 Teebee – Metreon [Subtitles]
06 Adam F – Metropolis [Metalheadz]
07 Kabuki – Beneath The Mask []
08 Defcon One – Time Is The Fire [Mac II]
09 Source Direct – Yo Bitch [Demonic]
10 Inta Warriors – Inta (Special Forces Rmx) [Prototype]
12 Digital & Spirit – Phantom Force [Phantom Audio]
13 Photek – Infinity [Science]
14 Krust feat. Saul Williams – Coded Language [Talkin Loud]

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