Nachdem ich im Januar schon über irgendeinen Eventkalender erfahren durfte, dort wieder aufzulegen, was aber terminlich völlig unmöglich gewesen wäre, hat es mich gefreut, doch zumindest im Februar wieder zu einem Termin eingeplant worden zu sein, an dem ich tatsächlich noch nichts vorhabe. Klingt ärgerlich, ist es auch ein wenig, wobei zur Verteidigung hinzuzufügen ist, dass immerhin Termine mit Flextronic abgemacht waren, der zwar nicht mein siamesischer Zwillinge (obgleich: er selbst kann sich ja für zwei geltend machen), aber anscheinend etwas mundfaul ist. Dass dann aufgebrachte Fans, erbost über mein Nichterscheinen, im Chat Noir die Kronleuchter von der Decke und die Tapete von der Wand reissen, beim Abrücken dann die Laternen am Kornmarkt demolieren und die Brunnen vollpinkeln, wäre nur recht und billig gewesen, blieb aber mangels hooliganhafter Fanbase dann doch aus.
Anyway kann die ganze große weite Welt des Trierer Einzugsgebiets froh sein, dass wir an diesem Abend wieder die leckersten Platten im edelsten innerstädtischen Clubambiente auflegen. Weitere Verkaufsargumente [~ironie on].: Billig saufen, geile Weiber, total angesagter Sound und dabei gleichzeitig gehobenes Ambiente, ungezwungene Atmosphäre und absoluter Undergroundtip für die Nachtschwärmerelite.
Während die Pappnasen die Innenstadt unsicher machen, wird im kleinen Exil das exotische Pflänzchen namens Dubstep gepflegt. Flextronic und meine Wenigkeit züchten mit den Saarbrooklyner Reflux und Retrolog in Verstärkung feinstes Gewobbel, rollende Beats und nebelgeschwängerte Atmos auf 140bpm. Dubstep ist für mich der Sound der Stunde und wird Dank aufgemöbelter Anlage auch mächtigste Wippness in die Glieder fahren lassen.
Wie angekündigt, werden wir in der Herbstsaison ein paar Trierer Locations austesten. Am 8.11. ist das Chat Noir am Kornmarkt an der Reihe. In die Plattenkoffer wird allerdings kein Drum&Bass gestopft, nur Breaks, Fidget House & Dubstep dürfen mit. Très chiques Ambiente für die Nachfeierei von Flexls rundem Geburtstag.
Die 12te Ausgabe von Boom Tschak wartet mit einem musikalischen Rundumschlag auf.
Fidget House, Breaks, Dubstep und Drum&Bass sind die Hauptzutaten von Myom´s stilübergreifendem Mix, mit dem er für offene Ohren und Tellerrandüberschreitungen wirbt.
In der Vinylauswahl des tempo90-Plattendrehers finden sich auch Reggae-, TripHop-, und Elektroeinflüsse. Sogar Balkan Beats und Indietronics schauen mal vorbei.
3 mal 30 Minuten feinster Tracks. Vom Sofa auf den Tanzflur und zurück.
Dubstep ja nicht mein erstes Zuhause, aber Dank meines Drumstep-Mixes und doch inzwischen einigen Dubstepscheibchen im Regal wurd ich ins tiefste Saarbrooklyn geladen. Kollega Flextronic war dort schon 2-3 mal auf der monatlichen Dubstepparty im Kitu Klub zu Gast und ist immer ganz von den Söckchen, wie die Schwenkerkönige die Haxen zum Dubschleppsound schwingen. Es geht ab, im Saarland!
Flex ist ja schon länger in Dubstep eingestiegen und kann auf regelmäßiges Airplay seiner Tracks auf Londoner Piratensendern und Clubeinsatz durch Größen wie N-Type verweisen. Die Residents Reflux und Retrolog sind neben ihren PLattenlegereien ebenfalls als Producer unterwegs.
In Trier wird man in Kürze auch mal wieder eine Dubstep-Party in der Flucht genießen können, wer nicht warten kann, sollte unbedingt den Trip ins Nachbarländle ins Auge fassen.
Nach längerer Zeit mal wieder ein Drum&Bass-Mix von mir. Dieser hier schlägt eine ganz andere Richtung ein, als mein letzter (Original Dubbah – dessen Nachfolger kommt aber auch bald).
Völlig ohne Dancefloor im Hinterkopf, habe ich mir die Aufgabe gestellt, mit neueren Tracks festzuhalten, was in den 90ern meine Begeisterung für das Genre ausgelöst hat: Drum&Bass war Musik zum Zuhören und Staunen, die vor Experimentierfreudigkeit übersprühte. Das innovative Spiel mit Beats, Bässen und Soundscapes steht heute leider oft dem gegenüber zurück, Formeln bedienen, Produktionstechniken und Subgenres perfektionieren zu wollen. Ein paar Worte zu Selection & Mixing: » Weiterlesen »
Vor meinem Versuch einer Zusammenfassung, was 2007 in Sachen Dubstep bereit hielt, zunächst der Hinweis auf einen hörbaren Rückblick: Bitesize Beats, der schon zwei Mixes in Ninja Tunes Solid Steel-Show abliefern durfte, hat hier einen Set für die Electronic Explorations Radioshow und die Hamburger Back to the Basics abgeliefert. Er stellt seine Lieblingstracks aus 2007 vor und favorisiert dabei die eher dubbigen Tracks. Grandiose Auswahl, exzelllent gemischt – ein Muss! Neueinsteiger sollten sich nicht vom etwas wilderen Opener abschrecken lassen.
Dubstep ist noch eine junge Musikrichtung, die erst innerhalb der letzten 2 Jahre im Gesichtsfeld der meisten aufgetaucht sein dürfte. Im Mutterland löste im Januar 2006 eine Sendung im BBC Radio1 einen erheblichen Popularitätssprung aus. Mary Anne Hobbes lud für ein “Dubstep Warz”-Special die wichtigsten Protagonisten der Szene ins Studio. Die Sendung markierte einen ersten Aufmerksamkeitsdurchbruch und als eine der ersten Anlaufstellen für Dubstep-Interessierte auf der ganzen Welt (Interview).
Die Basswellen schwappten dann mit einiger Verzögerung auf den Kontinent. Deutsche Medien griffen den Stil 2007 begierig auf. Auf Seite der Printmedien berichteten neben den üblichen verdächtigen Musikpostillen Intro, Spex, Raveline und De:Bug auch die Kulturressorts von taz (1, 2, 3,) oder Süddeutscher. Im TV wurden mehrere Features von arte/Tracks gesichtet.
Das neue Ding aus London heißt Dubstep. Ganz Europa schielt neidisch auf die elektronischen Revoluzzer in Brixton. Der neue Style ist am Freitag (29. Juni) erstmals auf einem Trierer Dancefloor zu erleben.
Kleine Anmerkung zu dem ansonsten gelungenen Beitrag: “Erstmals auf einem Trierer Dancefloor zu erleben” war Dubschlepp am 11.11.2005 (Helau!). Als würden wir hier erst mit dem Sound aufwarten, nachdem Intro, Arte und you-know-who schon auf den Stil aufmerksam geworden sind Gedreht hat die Scheiben damals auch schon Herr Flex.
Der Beleg-Flyer: siehe Beitrag hier
Mal was Neues: Sex & Grime! Naja, vielleicht besser kein Sex – mit Gorillas gibt´s zuviele blaue Flecken. Grime ist eh besser als Sex, weil man den Bass mehr spürt. Und Grime ist man auch noch nicht so überdrüssig, wie dem nun echt nicht mehr neu zu nennenden Rein-Raus-Spielchen. Also: Grime!
Grime “ist durch seinen rohen, aggressiven bis düsteren Sound und allerlei Einflüsse aus Drum’n'Bass, Dancehall und amerikanischem Hip-Hop gekennzeichnet”, wurde chartbekannt durch Dizzee Rascal, Roll Deep, Wiley und wird eben vorwiegend von Primaten gespielt.
Und Primaten werden an diesem Abend im kleinen Exil aus einigen musikalischen Lagern zusammengetrommelt: Uns aller Flextronic macht genauso auf dicke Hose, wie Beatmasta Anus von den grandiosen Spassgorillavögeln Mahatma Hitler (jeder mit einem Sinn für Trierer Mundart sollte den Rocky-Trailer kennen). HipHop-Masta DJ Kaos mischt natürlich auch noch mit. Schönes Anzusehen gibts von VJ Tudor, bevor der alte Rock&Roller zu vorangerückter Stunde wieder Pete Townsend-like sein Equipment totaldestruiert. Boh!
Los geht´s pünktlich um 2100. Ausreden für´s Nichterscheinen (Liane verpasst, o.ä.) werden nicht akzeptiert.
Fast vergessen:
2 * freien Eintritt gibt´s für die beste Fotomontage zum Thema “King Kreft und die weiße Frau”. Zu übersenden per Mail bis zum 10.10. an die Jury: alex @ tempo90.de
Hier ist ein Dubstep-Mix von Herrn Flextronic, der versprochen hat, bis Weihnachten auch mal die Tracklist einzureichen (update: da ist sie). Was man aber schon sagen darf: Der erste (Mission) und letzte Track (Bradbury Dub) sind von ihm höchstpersönlich produziert. Bradbury Dub erscheint vorausichtlich Ende Juli als Teil einer Split-12″ auf dem Londoner Label Combat-Recordings. Big Up da Flextronic!